Zellhofer flog bei Schweden Rallye 37 Meter. Sensationell, spektakulär, unfassbar waren Martin Zellhofer/Jürgen Heigl bei der WM, die er als 36. beendete, unterwegs.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Februar 2019 (02:39)
Harald Illmer
Weitsprungrekord. Beim Collin´s Crest war bei Martin Zellhofer von der ursprünglich geplanten Zurückhaltung nichts zu sehen. 35, 37 m, zwei Bestweiten, zwei Krönungen im Land der Drei Kronen.

Obwohl Martin Zellhofer, um verschiedene Einstellungsvarianten beim R5 zu testen, nur sporadisch an einer Rallye teilnimmt, spielte er in Schweden sein gesamtes Repertoire aus, fuhr bei den extremen Bedingungen über Eis, Schnee, von unzähligen Spuren durchzogenen Abschnitten, Zeiten, mit denen er in einem Pulk von zehn, ja sogar bis zu 20 Fahrern innerhalb einer Minute beisammen lag.

„Max“ avancierte mit dem Ford Fiesta R5 beim Colin´s Crest, einer der legendärsten Sprungkuppe, zum Fahrer des Tages. Tausende von Zuseher bejubelten ihn, als er in der elftem Prüfung mit voller Geschwindigkeit durch den Torbogen geflogen kam, nach 35 Meter landete, beim Aufsprung die seitliche Schneewand touchierte, sich mit dem Wagen drehte und im tiefen Schnee stecken blieb. Viele Rallye Fans reagierten blitzartig halfen ihm aus dem Schlamassel. Nach zwei Minuten jagte das Duo weiter.

Mit 5.000 Zuseher war die Halle, in der alle Prüfungen live gezeigt wurden, zum Bersten voll. Alle warteten gespannt auf den zweiten Auftritt des fliegenden Österreichers, der lautstark angekündigt wurde. Als Zellhofer zu sehen war, schwoll der Lärmpegel an und steigerte sich nach dem 37m Flug in Unermessliche. Die viert weiteste Marke aller Teilnehmer.

„Es hätte, wenn es auch Ausrutscher durch Eigenfehler gab, eine Reparatur des Elektronikproblems zu einer Strafzeit führte, nicht besser laufen können. Die perfekte Kommunikation mit Jürgen und Teamarbeit führten zum 36. Gesamtrang.“