UTC Amstetten Trophy: One-Man-Show des Patrick Ofner. Der für den UTC Waidhofen spielende Kärntner gab im gesamten Turnier lediglich neun Games ab.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 04. September 2018 (02:28)
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Unspektakulär, aber effizient. Patrick Ofner war beim Amstettner ÖTV-Turnier das Maß aller Dinge und gab am Weg zum Turniersieg nur neun Games ab.

Dass Patrick Ofner nicht zu Unrecht die Nummer neun der österreichischen Rangliste ist, hatte der Kärntner bereits in der Mannschaftsmeisterschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit seiner beinahe makellosen Bilanz von 8:0 Siegen im Einzel und 7:1 im Doppel war der 25-Jährige maßgeblich beteiligt am Klassenerhalt des UTC Waidhofen in der 2. Bundesliga.

In dieser Tonart ging es auch bei der vierten Auflage der UTC Amstetten Trophy weiter. Ohne wirklich an seine Leistungsgrenze zu gehen, spazierte Ofner förmlich zum Turniersieg. Nach einem Freilos in der ersten Runde gab der Topgesetzte gegen Markus Brezovsky nur ein Game ab. Nicht viel erfolgreicher war der als Nummer fünf gesetzte Moritz Thiem. Der kleine Bruder von Dominic Thiem wurde mit drei Games abgespeist. Zwei Games waren die Ausbeute von Aaron Prandstetter im Semifinale.

Dominic Weidinger im Finale chancenlos

Ähnlich souverän agierte auf der anderen Seite des Rasters Dominic Weidinger, die Nummer zwei des Turniers. Der Greinsfurther nahm sowohl Giuliano Maderner als auch Philipp Höller mit der Höchststrafe aus dem Bewerb. Im Halbfinale stand dann der Scheibbser Michael Weinberger gegen Weidinger auf verlorenem Posten. Mehr als zwei Gamegewinne ließ der 23-Jährige nicht zu.

Wer nun im Finale eine ausgeglichene Partie der beiden Turnierdominatoren erwartet hatte, der irrte gewaltig. Ofner agierte gewohnt solide und mit einer geringen Eigenfehlerquote und zwang Weidinger, der nie richtig in die Partie fand, zu risikoreichem Spiel. Mit Patrick Ofner setzte sich der bessere und an diesem Tag auch etwas glücklichere Spieler durch. Den 6:1 und 6:2-Sieg fixierte er mit einem Netzroller.