Zu große Kaliber in der Killergruppe. In der mit Abstand stärkeren der beiden Gruppen stehen die Amstettner nach drei Runden noch ohne Sieg da.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 02. Juni 2014 (10:29)
NOEN, Ingrid Vogl
Schlagkräftige Verstärkung. Lennart Zynga, die Nummer 45 Deutschlands, steuerte in der Heimpartie gegen Meister Kirchdorf zwei der drei Amstettner Punkte bei.

SPITTAL - AMSTETTEN 7:2. Drei Italiener, zwei Slowaken und ein Rumäne standen den Amstettnern in Kärnten gegenüber. Trotzdem waren die Gäste - zumindest in den ersten drei Matches - nicht chancenlos. Im Gegenteil. „Die Partie ist im ersten Radl verloren gegangen“, analysierte Routinier Helmut Fellner die Niederlage.

„Es hätte auch 2:1 für uns stehen können“

Manuel Pröll schlug sich gegen Ex-Weltklassespieler Dominik Hrbaty sehr gut und unterlag in zwei knappen Sätzen. Dennis Novak und der Deutsche Lennart Zynga, der erstmals im Amstettner Dress einlief, entschieden sogar den ersten Satz für sich und mussten sich jeweils erst im Tiebreak des dritten Satzes geschlagen geben.

„Es hätte auch 2:1 für uns stehen können“, trauerte Mannschaftsführer Thomas Aichinger den möglichen Siegen nach. In den restlichen Einzeln gelang den Mostviertlern kein Satzgewinn mehr und somit war die Partie bereits vor den Doppeln gelaufen. Die zwei Siege waren da nur noch Ergebniskosmetik.

AMSTETTEN - KIRCHDORF 3:6. Das nächste große Kaliber wartete dann zwei Tage später: nämlich der amtierende Meister aus Oberösterreich. Und auch der hatte mit Bohdan Ulihrach einen ehemaligen Weltklassemann in seinen Reihen. Ersatzmann Felix Schüller konnte den Tschechen zwar fordern, für einen Punkt reichte es aber nicht.

„Wir haben unser Ziel erreicht“

Für die Akzente aus Amstettner Sicht sorgten die Nummer 1, Riccardo Bellotti, der seine Partie klar gewann, und Neuzugang Lennart Zynga. Der Deutsche entpuppte sich als große Verstärkung und trug sich nicht nur im Einzel, sondern auch im Doppel an der Seite von Riccardo Bellotti in die Siegerliste ein. Die drei Punkte der beiden blieben die gesamte Ausbeute der Gastgeber, womit man sich nicht unzufrieden zeigte. „Wir haben einen Punkt gemacht und damit unser Ziel erreicht“, betonte Aichinger.

In der Gruppenphase fehlt den Amstettnern nun nur noch ein Spiel. Am Samstag treffen sie auswärts auf Tabellennachbar WAC, der am Donnerstag mit einem Sieg gegen Kirchdorf aufhorchen ließ. In der letzten Runde vor Beginn des unteren Play-offs sind die Amstettner spielfrei.