Sieg in drei Generationen beim Traben in Baden. Bei der Kultveranstaltung „BASCOT“ stand neben den Hutprämierungen der Name Mayr im Mittelpunkt. Gerhard Mayr, sowie dessen Tochter und Enkelin waren siegreich.

Von Clemens Kuzminski. Erstellt am 22. August 2017 (02:00)
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Gerhard Mayr (mit Muscle Boy As) war selbst erfolgreich, konnte zudem mit Tochter und Enkelin jubeln. 

Ursprünglich von der englischen Galopprennbahn nach Baden importiert, hat sich in 25 Jahren in Baden eine eigene Tradition entwickelt und sind nicht minder beeindruckende und kreative Hutkreationen auf der Badener Trabrennbahn zu bewundern. Die „Frau in der Wirtschaft“ sorgt für zahlreiche Besucherinnen und eine eigene Hut-Prämierung, wobei auch viele Männer sich gut „behütet“ zeigten.

Massenansturm auf Trabrennbahn

Insgesamt war ein absoluter Massenansturm auf die Badener Trabrennbahn zu verzeichnen. Auch die Minitraber standen an diesem Renntag im Mittelpunkt, zuerst mit ihren angestammten Fahrern (U15), dann mit den Profis. Bei den „Kleinen“ setzte sich die Enkelin des 21-fachen Champions Gerhard Mayr, die 9-jährige Stefanie, mit ihrem Jimmy durch, bei den Profis gewann Christoph Fischer mit Sandy.

Für den sportlich wertvollsten Bewerb brauchten die Besucher viel Geduld, denn der Badener Trabrennverein agierte wieder nach dem Muster „das Beste kommt zum Schluss“: Über die lange Distanz von 2.600 Meter traten acht Pferde der besten Garnitur an, Favorit war der zuletzt in Berlin sensationelle 1:12,1 austrabende vierjährige deutsche Hengst Muscle Boy As. Anfangs ging Palema Photo mit Erich Kubes in Front, wurde aber bald von dem von „Opa“ Gerhard Mayr pilotierten Star des Abends Muscle Boy As abgelöst. Er wurde erst im Einlauf von Palema Photo und dem erstmals von seinem Trainer pilotierten Lord Brodde angegriffen, konnte aber souverän die Spitze verteidigen.

Dem 57-jährigen ehemaligen Abo-Champion Mayr gelang mit Brador in dem für französische Pferde reservierten Rennen ein weiterer Sieg. Zunächst war Crack des Forets (M. Zanderigo) an der Spitze zu sehen und baute seine Führung sukzessive auf unzählige Längen aus, wurde aber in der letzten halben Runde von Brador mit Mayr „gefressen“, wobei Zanderigos Pferd völlig aus der Entscheidung fiel, während Brandstätters Bonheur du Vivier (mit Höchstzulage) und Boogie Pat (M. Redl) die nächsten Plätze eroberten.

Auch Gerhard Mayrs Tochter (und Steffis Mutter) Cornelia konnte sich mit Mr. Smith in einem weiteren Steherbewerb in die Siegerlisten eintragen: Nach langer Führung ihres Vaters mit Vinder Mölgard gelang Conny in der letzten Halben ein wuchtiger Vorstoß, der sie bis an die Führung brachte. Zwischen die beiden Mayrs schob sich der in toller Form agierende Erich Kubes mit Bass Victory.

Auch der nur mehr selten im Sulky zu sehende Bruder von G. Mayr, Christian Mayr, schaffte mit seiner ganzen Routine einen Sieg, obwohl sein Pferd Kiwi’s Rascal in der Schlusshalben deutlich nachließ. Kubes gelang als einzigem Aktiven ein Triple: Er gewann mit Roland Venus, Gräfin Almati und Savoya. Im zweiten Rennen (auch über 2.600 Meter) überraschte Klaus Dresel mit seinem Surpris vor Dominator Venus (M. Zanderigo) und Assuan mit Christoph Fischer.
In einer Woche steigt am vorletzten Renntag mit dem Zuchtpreis einer der Höhepunkte der Saison, außerdem gibt es eine Verlosung mit tollen Preisen.