Der ganz große Umbruch in Traiskirchen. Von Captain Benedikt Güttl bis zu Manager Stefan Höllerl. Bei den Traiskirchen Lions bleibt in diesem Sommer wenig beim alten – der nun eingeschlagene Weg ist ein harter.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 23. Juli 2019 (01:56)
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Auf Verlieren hat Benedikt Danek keinen Bock, daher ist sein Verbleib ungewiss.

Auf die Traiskirchen Lions wird 2019/20 eine harte Saison warten, das ist schon Mitte Juli eindeutig. Kapitän Benedikt Güttl (25) wird den Verein verlassen, dockt bei Ligarivalen Gmunden an. Schon im Vorjahr buhlten die Oberösterreicher um die Dienste des besten Verteidigers der Liga. Damals sagte Güttl noch er hält nichts von „unfinished business“, sprich er möchte mit seinen Löwen einen Titel holen, doch nun musste er einsehen, dass das in absehbarer Zeit nicht wirklich realistisch ist.

„Er möchte den nächsten Schritt machen, da möchte ich niemanden zurückhalten, nur damit er dann unglücklich ist“, ließ Lions-Boss Ernst Nemeth Güttl ziehen, genauso wie Center Jozo Rados. Der Krachertransfer des letzten Sommers dribbelte nun in Neuchatel (Schweiz). Weiter Teil des Lions Kaders werden sein: Shawn Ray, Aleks Andjelkovic, Oscar Schmit, Georg Gentner und Florian Duck. Die Youngsters Nikias Schönerstedt und Fabian Lesny sollen mehr Spielzeit bekommen. Ein großes Fragezeichen steht hinter Routinier Benedikt Danek. Einige Gespräche führten bisher zu keinem Ergebnis.

Via „Krone“ verlautbarte er, dass er nicht nur verlieren wolle. Nemeth dazu: „Uns muss klar sein, dass vor allem der Start ganz schwierig wird. Das müsste er dann wohl aushalten.“

„Er hat gute Dinge gemacht. Aber das große Ziel, einen neuen Hauptsponsor, haben wir in den zwei Jahren nicht gefunden“

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Obmann Ernst Nemeth will vernünftig wirtschaften, dafür nimmt er Einschnitte in Kauf.

Auf organisatorischer Ebene trennte sich der Verein von Manager Stefan Höllerl. „Er hat gute Dinge gemacht. Aber das große Ziel, einen neuen Hauptsponsor, haben wir in den zwei Jahren nicht gefunden“, erklärt Nemeth, der selbst den Manager-Job übernimmt, neben seiner Obmann-Tätigkeit. „Wir werden nur das Geld ausgeben, das da ist, von diesem Weg lasse ich mich nicht abbringen.“

Über die Jugendschiene soll neuer Erfolg wachsen, mit neuer Führung, denn Jugend-Obmann Albert Handler wechselt zum Ö-Verband. Ein Nachfolger ist in Sicht. „Ich habe jemanden, der selbst aus der Wirtschaft kommt und ein erfolgreicher Unternehmer ist. In eineinhalb Wochen haben wir Sitzung, danach kann man das öffentlich machen“, meint Nemeth zu dieser Personalie.