Erstellt am 13. März 2018, 14:06

von Alexander Wastl und Malcolm Zottl

Lions werden auf die Hörner genommen. Kapfenberg untermauert seine Vormachtstellung in der ABL. Daran können auch tapfer kämpfende Traiskirchner nichts ändern.

Unterschiedlicher hätte die Ausgangsposition vor dem Schlagerspiel nicht sein können: Traiskirchen legte gegen den abgeschlagenen Letzten Graz zuletzt einen Bauchfleck hin, während Leader Kapfenberg den weiteren Spitzenmannschaften aus Gmunden und Wels herbe Debakel zufügte. Doch zu Beginn der Partie begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Und nachdem Jozo Brkic mit blutender Nase für Viertel eins K.O. ging, fühlte sich Traiskirchen bei der Ehre gepackt. Benedikt Danek und Co. erarbeiteten sich zwischenzeitlich einen 12-Punkte-Polster, scorten im ersten Abschnitt 26 Punkte.

Eine Ohrfeige, die Kapfenberg nicht auf sich sitzenlassen sollte. Während sich Traiskirchen anscheinend noch von der Viertelpause erholte, zeigten die Bulls Klasse und legten einen 15:0-Run hin. Danach fingen sich die Hausherren allerdings. Traiskirchen gestaltete das Spiel offen und ging sogar mit einem minimalen 44:43-Vorsprung in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte merkte man Kapfenberg die größeren Kraftreserven an. Je länge das Spiel dauerte, desto dominanter wurden die Bulls. 66:61 führte die Coffin-Truppe vor dem finalen Quarter, dort machten die Kapfenberger vorzeitig alles klar. In Schlusszügen konnten Lions nochmals aufdrehen, hielten das Ergebnis mit 75:81 im Rahmen. "Es ist das beste Team in der Liga und an dem müssen wir uns messen", streut Traiskirchens Shwan Ray dem Gegner Rosen: "Wir waren uns sicher, dass wir mit der Intensität der Bulls mithalten können. Aber das haben wir nicht geschafft, auch weil uns die Kraft fehlte."

Mit dem Sieg der Kapfenberger gingen gleich mehrere Serien weiter. Die Bulls sind gegen Traiskirchen nun seit neun Spielen ungeschlagen. Als Tabellenführer ziehen die Steirer weiter einsam ihre Kreise, feierten den fünften Sieg in Serie. Traiskirchen wartet hingegen nun schon seit drei Heimpartien auf einen Erfolg und hat die Tabellenspitze aus den Augen verloren, auf Kapfenberg fehlen nun sechs Punkte. Positiv: der fixe Halbfinalplatz ist dennoch in Reichweite, denn auf Gmunden gibt es nur ein Zwei-Punkte-Defizit.