Löwen im Lazarett. Der „Verletzungskasperl“ treibt mit Traiskirchen Lions weiter böse Streiche. Sorgenfalten werden größer, trotz Derbysieg.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 05. Februar 2019 (03:21)
Michalski
Gegen Klosterneuburg konnten Traiskirchner Lions rund um Georg Gentner (Nummer 14) und Shawn Ray (6) überraschen, doch für einen wirklichen Befreiungsschlag reichte es nicht.

Die Verletzungsserie der Traiskirchen Lions dehnt sich zur unendlichen Geschichte aus. Benedikt Danek laboriert weiter an seiner Knöchelverletzung, ging ebenso angeschlagen in die Doppelrunde, wie der von Kreuzschmerzen geplagte Benedikt Güttl. Aleksandar Andjelkovics Schulter machte Probleme und Jozo Rados fällt wegen seiner lädierten Fußsohle ohnehin noch ein paar Wochen aus.

Derby-Sensation als kleiner Lichtblick

Umso überraschender kam der 88:87-Derbysieg gegen die Klosterneuburg Dukes. „Das war mehr als eine Sensation“, bestaunt Manager Stefan Höllerl einmal mehr den Kampfgeist seiner Mannschaft und kommentiert im NÖN-Gespräch sonntagabends: „Wie wir das gewonnen haben, weiß ich auch heute noch nicht.“

Allerdings wusste Höllerl am Sonntagabend auch, dass so ein Kraftakt nicht immer möglich ist. Die Löwen waren bei den D.C. Timberwolves relativ chancenlos, verloren mit 80:96. „Der Verletzungskasperl treibt weiter sein Unwesen“, macht sich Höllerl Sorgen, weil die Unserie nicht abreißt. Güttl musste in der Bundeshauptstadt frühzeitig aufhören, wie lange der Kapitän mit seinen Rückenbeschwerden nun ausfällt, ist unklar.

Klar ist hingegen: Die Traiskirchner müssen in der Tabelle langsam eher nach hinten schauen. Drei Siege beträgt der Vorsprung noch auf Platz neun, dieser würde am Ende des Grunddurchgangs nicht mehr für einen Play-off-Platz reichen.