Klinger brennt auf Überraschung. Bei der U22-Europameisterschaft in Baden (13. bis 16. Mai) geht Lokalmatadorin Ronja Klinger mit einer neuen Partnerin an den Start. Die Ziele bleiben aber dennoch sehr ehrgeizig.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 12. Mai 2021 (06:26)
Am Donnerstag startet die U22-EM in Baden: Ronja Klinger (l.) geht mit Julia Mitter ins Rennen.
Klinger

Normalerweise steht Ronja Klinger stets mit ihrer älteren Schwester Dorina am Beach-Court, gemeinsam sind sie auch Österreichs letzte Medaillengewinnerinnen auf der World Tour (2020 in Malaysien). Für die U22-EM im Weilburgpark in Baden ist Dorina allerdings bereits zu alt, daher geht Ronja mit Julia Mitter an den Start. „Ich kenne Julia schon sehr lange, wir haben viele Jugend-Bewerbe zusammengespielt“, erzählt Ronja. „Wir haben die letzte Woche in Baden gut genützt, um unser Zusammenspiel zu trainieren. Wir sind beide in der Defense zuhause, mit großem Kampfgeist und einer guten Ballkontrolle.“

Vor der starken Konkurrenz – auch andere Starterinnen haben bereits Erfahrungen auf der World Tour sammeln können – schreckt die Spielerin des 1. Badener Beachvolleyballvereins nicht zurück: „Mit unseren Stärken können wir andere Teams sicher ärgern, vor allem die größeren.“

Viertelfinale im Visier

Dementsprechend hoch steckt sich Ronja Klinger auch die Ziele für die Europameisterschaft: „Wenn wir gut spielen, ist sehr viel möglich und wir können für Überraschungen sorgen. Die Top Ten sind immer drin und das Viertelfinale ist ein realistisches Ziel.“

Auch, dass sich das Duo Klinger/Mitter bereits eine Woche lang auf dem Badener Sand vorbereiten konnte, ist ein großer Vorteil. „Ich freue mich extrem auf das Turnier, Baden ist von der Organisation immer Top und meine letzte U-EM zuhause spielen zu dürfen, ist ein Privileg“, schwärmt die gebürtige Steirerin vom Event. Und verspricht: „Wir werden top motiviert ins Turnier starten und Vollgas geben.“