Tosuni-Schwestern sind wieder zuhause. NACHWUCHS-MEISTERSCHAFT / Familie Tosuni ist nach ihrer Abschiebung wieder in Land – und gleich sportlich aktiv.

Erstellt am 14. November 2011 (00:00)
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Freude über die Heimkehrer. Obmann Bernhard Chladek mit Florian Chladek, Elma und Emina Tosuni, Rebecca Weigl und Christoph Chladek.ZVG
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Vier Jahre lang wohnten Elma und Emina Tosuni in Altenmarkt. Dann wurde der Asylantrag abgelehnt und die Schwestern mussten mit ihrer Familie zurück in den Kosovo. Jetzt, zwei Jahre später, wurde ein neuer Asylantrag gestellt und die Tosunis sind wieder im Land – vorerst allerdings nur im Flüchtlingslager Traiskirchen.

Elma und Emina hatten nach ihrer „Heimkehr“ nach Österreich nur einen Wunsch: Wieder Tischtennis zu spielen! Diesen Wunsch erfüllte Vereinsboss Bernhard Chladek gerne, beide spielten prompt bei der U13-Meisterschaft in Baden mit. Sehr groß war die Freude über die Rückkehr bei den Tischtennis-Kollegen der TTV Oberes Triestingtal.

Hoffen auf Bleiberecht  für die ganze Familie

Die Triestingtaler Teams belegten in der 1. Klasse die Plätze drei und fünf, doch der Sport war diesmal wirklich nur Nebensache. „Elma und Emina waren immer das Herz der damaligen Trainingsgruppe in Altenmarkt“, erzählt Chladek. Dies zeige auch, dass erstmals gleich zehn Zuschauer aus Altenmarkt mit zur Nachwuchs-Meisterschaft fuhren, um die Mädchen bei ihrem Comeback anzufeuern. Der ganze Klub hofft jetzt, dass die Familie in Niederösterreich bleiben darf, wo sie viele Freunde haben.