Helm an Helm: Strafe und Playoff-Aus für Legionaries. Im ersten Playoffspiel der Vereinsgeschichte ärgerten sich die Fischamender über einen Spielerausschluss.

Von Raimund Novak. Erstellt am 24. Juli 2019 (02:26)
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Vertrauen ausgesprochen. Obmann Andreas Rohringer (l.) möchte mit dem Headcoach Alexander Zotter (r.) verlängern.

Enttäuscht zeigte sich nicht nur Obmann Andreas Rohringer vom neuerlichen Scheitern der Legionaries in der letzten Klasse der Football Liga. Erneut bleibt der Aufstieg in die 3. Spielklasse ein Wunschtraum – und das schon seit der Saison 2012/13. Das erstmalige Erreichen der Playoffs bezeichnete der Klubchef als Riesenerfolg: „So weit musst du als Amateurverein erst einmal kommen.“ Genau das war das Problem. Im Halbfinale standen beim Gastgeber die sogenannten Backups, also die Ersatzspieler des AFL-Teams der Steelsharks Traun, im Kader. Umso härter war die Aufgabe für das reine Amateur-Team aus Fischamend.

Die Legionaries ärgerten sich aber besonders über einen Spielerausschluss im zweiten Viertel. In einer Helm-an-Helm-Konfrontation fasste Sebastian Ernst eine Strafe aus. „Ihm wurde Absicht unterstellt“, konnte Rohringer nur den Kopf schütteln. „Er hat in der Vergangenheit schon den einen oder anderen entscheidenden Touchdown geliefert. Wenn man einem Team einen ihrer Schlüsselspieler rausfischt, dann ist es doppelt schwierig“, meinte Rohringer zum Ausschluss von Ernst, der in der heurigen Saison bereits zwei Mal zum „wertvollsten Spieler“ gewählt wurde.

"Ich will die Trainer nicht wechseln wie die Unterhosen"

Nach der Strafe legte der Gastgeber und Tabellenerste der Conference A, richtig los und spielte bis zum dritten Viertel eine 22:0-Führung heraus. Die anschließenden Touchdowns der Legionaries Steven Berger und Stefan Taferner kamen zu spät: die Steelsharks II zogen mit einem 28:12 ins Finale ein.

Kurz nach dem Aus in den Playoffs befindet sich der Verein bereits mitten in den Vorbereitungen für die nächste Saison. Den Headcoach Alexander Zotter will der Obmann halten. „Ich will die Trainer nicht wechseln wie die Unterhosen. Er hat einen super Job gemacht.“