Karibische Klänge für Blawisch vor dem EM-Finale. Die Zurufe auf den Tribünen und der Piratensong von „Fluch der Karibik“ ließ den Puls der Kämpfer steigen.

Von Raimund Novak. Erstellt am 30. Oktober 2019 (01:13)
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„Ich habe sie!“Julia Blawisch war stolz auf ihre Ausbeute. Zu den ersten Gratulanten zählte natürlich Betreuer Oliver Haider.

Mit dem rot-weiß-roten Team und ihren persönlichen Trainer Oliver Haider reiste die 17-jährige Julia Blawisch ins griechische Heraklion. Ein Besuch am Strand blieb den EM-Fightern aber verwährt.

Die Wettkämpfe starteten früh und auf dem Weg zurück ins Hotel war es dann schon 22 Uhr. „Für einen Strandspaziergang wäre es zu kalt gewesen“, lachte Blawisch im Gespräch mit der NÖN. Sie hatte auch allen Grund dazu. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits zwei EM-Medaillen im Gepäck.

"Es hat irgendwie geklappt"

Am ersten Tag startete sie im Bodenkampf. „Eigentlich nicht meine Hauptdisziplin, aber irgendwie hat es geklappt.“ Die Kämpferin des KSC Dragonfighters Bruckneudorf schaffte es bis ins Finale, wo sie der Israelin Linoy Tamam nur ganz knapp unterlag.

Am zweiten Wettkampftag startete sie wieder in der U17-Klasse bis 70kg, allerdings im Fighting. „Die Zuschauer haben ihre Nationen angefeuert und im Hintergrund lief der Song von „Fluch der Karibik“. Das war sehr eindrucksvoll. Meine Nervosität stieg immer weiter. Ich musste kurz aus der Halle raus und mit meinen Eltern telefonieren.“ Die saßen natürlich vor dem Fernseher, verfolgten die Kämpfe ihrer Tochter im Live-Stream und jubelten mit, als sich Julia kurze Zeit später im kleinen Finale gegen die Lokalmatadorin Maria Regkli die zweite Medaille sicherte.