Most4tler Raccoons: „Haben viel gelernt“. Die „Most4tler Raccoons“ sahen sich bei der EM in Polen mit einem beinharten Kurs konfrontiert.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 02. Juli 2019 (03:15)
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(Wasch)Bärenstark. Die EM-Starter Roland Zettel, Roman Heiss und Mario Trümmel (v.l.).

„Etwas Vergleichbares haben wir in Österreich ja gar nicht. So etwas wie diesen Kurs habe ich noch nie gesehen.“ Mario Trümmel war die Ehrfurcht beim Gedanken an die EM im Obstacle-Course-Racing (OCR) deutlich anzumerken. Der Wieselburger und seine Teamkollegen Roland Zettel (Oberndorf) und Roman Heiss (Loosdorf) hatten sich erstmals für die Europameisterschaft qualifiziert. Die ging in Polen, genauer gesagt in Gdynia, über die Bühne.

Der große Unterschied zu Rennen in Österreich? „Das Läuferische ist hier eher im Hintergrund. Es geht viel mehr um Kraft, es gibt viel mehr Hindernisse und die ganze Angelegenheit ist technisch extrem anspruchsvoll.“

Dass die drei Raccoons auf der rund 18 Kilometer langen Strecke an ihre Grenzen gegangen waren, zeigte ein Blick auf ihre Handflächen. „Wir alle hatten offene Blasen. Das war schon brutal“, schilderte Trümmel.

"Werden Hindernisse zu Hause zu Trainingszwecken nachbauen"

Die Besonderheit bei der EM: Jeder Starter bekommt zu Beginn ein Armband. Bewältigt er ein Hindernis nicht, wird ihm das Band abgeschnitten. Er kann dann zwar weiterlaufen, aber eben außer Konkurrenz.

Trümmel und Zettel gingen ihres Bands bereits nach einem Drittel der 65 Hindernisses verlustig. Heiss musste erst vor Hindernis Nr. 62 kapitulieren. Nach zirka viereinhalb Stunden waren schlussendlich alle Raccoons im Ziel. Der Sieger brauchte 1:34 Stunden. Von allen Startern mussten übrigens rund 48 Prozent ihr Band abgeben.

Trümmels Resümee: „Wir haben viel gelernt. Das war eine wirklich geile Erfahrung. Wir werden jetzt sicher einige der Hindernisse zu Hause zu Trainingszwecken nachbauen.“