Szabo sagt „Servus“. Der Legionär muss den Verein verlassen. Dafür scheint der Neubau des Vereinsheims nun endlich auf Schiene.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 22. Dezember 2014 (12:24)
NOEN, Sebastian Ressl
Die Tage von Zsolt Szabo (l.) beim ASV Kienberg/Gaming sind gezählt. Der laufstarke und universell einsetzbare Offensivakteur fällt finanziellen Zwängen zum Opfer. Foto: Sebastian Ressl
Es tut sich was beim ASV Kienberg/Gaming. Auf Spielerebene einerseits und in infrastruktureller Hinsicht andererseits. Aber alles der Reihe nach.

Abgang überrascht: „Passte perfekt zu uns“

Kadertechnisch plante man bei der Truppe von Spielertrainer Hermann Scharner am Ende der Hinrunde keinen großen Umbruch. Niemand solle den Verein verlassen, dafür solle aber auch niemand neuer hinzustoßen. Doch nun haben die Kienberger überraschend einen Abgang zu vermelden. Legionär Zsolt Szabo wird im Frühjahr nicht mehr für den ASV kicken.

„Sportlich und menschlich hat er eigentlich perfekt zu uns gepasst“, streut Scharner seinem nunmehrigen Ex-Spieler Rosen. „Ich kann nur jedem Verein, der auf der Suche nach einem technisch starken Spieler mit einer Pferdelunge ist, raten sich an uns zu wenden. Wir stellen den Kontakt zu Zsolt dann sehr gerne her.“

„Auswärtsspiel-Frühjahr“ als Grund

Warum muss der Ungar dann aber gehen? „Aus finanziellen Überlegungen“, so der Spielertrainer kurz und knapp. „Wir haben im Frühjahr keine Heimspiele, also auch keine Einnahmen. Außerdem liegt unser Fokus auf dem Sommer. Ich habe dem Verein gesagt, dass ich in der nächsten Saison ganz vorne mitspielen will. Und dafür brauchen wir einen Knipser. Das war Zsolt, bei all seinen anderen Qualitäten, leider nicht.“

Gute Nachrichten gibts dafür in der Causa Vereinshaus-Neubau. Nach den endgültigen Zusagen von Gemeinde und Land (siehe NÖN Erlauftal, Nr. 49) soll, laut Scharner, sofern das Wetter mitspielt, bereits nach den Feiertagen mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen werden.

Baubeginn für das neue Vereinsheim wird im Frühjahr sein. In der kommenden Rückrunde trägt Kienberg die wenigen, noch verbleibenden Heimspiele auf der Anlage des SV Scheibbs aus.