Gerald Bachler: Schnell auf Schnee. Sensationell unterwegs war Gerald Bachler bei der Jänner- Rallye im Waldviertel. Bis ein technischer Defekt den Lunzer stoppte.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 08. Januar 2019 (02:00)
Christian Wotawa
Bärenstark. Gerald Bachler stellte auf den Schneefahrbahnen der Jänner-Rallye sein fahrerisches Können unter Beweis.

„Da kommen dir in Wahrheit die Tränen. Wenn du dir die Gesamtwertung anschaust und siehst, was alles möglich gewesen wäre.“ Auf Platz acht liegend musste Gerald Bachler bei der Jänner-Rallye im Waldviertel die Segel streichen. Technischer Defekt. Die Kupplung wollte nicht mehr. „Es ist frustrierend“, grübelt der Lunzer. „Natürlich machen wir Fahrer auch immer wieder Fehler. Aber die letzten Ausfälle sind fast alle auf technische Gebrechen zurückzuführen.“ Und das geht irgendwann dann eben auch ins Geld. 1.200 Euro kostet beispielsweise eine neue Kupplung.

Viele Gründe also für Bachlers verständliche Trübsalblaserei. Viele Gründe gab es aber auch, die seine Augen leuchten ließen. Nummer eins: Die Strecke. Dank der massiven Schneefälle im Vorfeld der Rallye waren die Piloten nämlich durchgehend auf Schneefahrbahnen unterwegs. Bachler: „So etwas wünscht sich jeder Rallyefahrer.“ Warum? „Auf Schnee kommt es weniger auf die technische Überlegenheit des Autos, als viel mehr auf das fahrerische Können an.“ Der Lunzer bewies eindrucksvoll, dass er trotz eines „alten und schwachen“ Autos mit den absoluten Spitzenleuten mithalten kann. Solang die Technik das eben will.

Euphorie-Grund Nummer zwei: Der Publikumsandrang. „Das war Irrsinn“, schwärmte der Hobby-Rallyepilot, der eigentlich als Schlossermeister seinen Lebensunterhalt verdient.

Wie es für ihn nun weitergeht, weiß Gerald Bachler momentan noch nicht. Eventuell ein Start Ende Februar bei der Schneerosen-Rallye. Wenn die Technik will.