Erstellt am 13. März 2018, 03:00

von Armin Grasberger

Sportschütze Pickl eroberte erste Weltcup-Medaille. Eine weitere Sternstunde in der Karriere von Bernhard Pickl. Der Sportschütze vom SV Gaming eroberte in Guadalajara (MEX) seine erste Weltcup-Medaille. Silber ist‘s geworden.

 |  privat/Pickl

Von einem Hochgefühl ins nächste. Eine Feier jagte die andere. Bernhard Pickl erlebte in Guadalajara Tage, an die er sich für immer erinnern wird. Erstmals eroberte der Sportschütze vom SV Gaming nämlich Edelmetall bei einer Weltcup-Veranstaltung.

Silber im Kleinkaliberstellungsmatch, um genau zu sein. Aber alles der Reihe nach. Denn bevor Pickl seiner beachtlichen Karriere einen neuen Höhepunkt hinzufügen durfte, stand beim ISSF World Cup in der zweitgrößten Stadt Mexikos der Luftgewehrbewerb auf dem Programm. Den Einzug ins Finale schaffte der Gaminger als Achter mit 624,3 Ringen im Grunddurchgang leicht. Es war die erst zweite Weltcup-Finalqualifikation für den Nominierten zur NÖN-Sportlerwahl 2017. Schlussendlich holte er den sechsten Rang und erzielte somit sein bestes Ergebnis auf diesem Niveau. Vorerst.

Denn tags darauf stand der Kleinkaliberbewerb auf dem Programm. Im Finale startete Pickl furios, schoss von Beginn an um die Podestplätze mit. Nach der Kniend-Serie lag er auf Platz drei, büßte im Liegend-Schießen allerdings einen Rang ein. Nach einem schnellen Wechsel in die Stehendstellung hatte der Gaminger Zeit, sich auf die schwierigen Windverhältnisse einzustellen. Und das gelang ihm auf beeindruckende Art und Weise. Er beendete den Bewerb hinter Akhil Sheoran (IND) auf Rang zwei und verwies sogar den Weltranglistenzweiten, den Ungarn Istvan Peni, auf Rang drei.

„Über meine erste Weltcup-Medaille freue ich mich natürlich riesig“, sprudelte es nach dem Wettkampf aus Pickl heraus. „Im Grunddurchgang und im Finale hatte ich vollstes Vertrauen in meine technische Stärke. Das hat mir die nötige Sicherheit gegeben, zumal bei diesem Wind vollste Konzentration gefragt war. Es gab immer wieder ruhige Phasen, in denen ich schnell schießen musste, um dann in den böigen Phasen wieder abwarten zu können.“

Übrigens: Als ob dies nicht alles schon Grund genug zum Feiern war: Einen Tag vor dem Luftgewehrbewerb feierte Bernhard Pickl seinen 27. Geburtstag. In Guadalajara, Mexiko.