Göstling an der Ybbs

Erstellt am 16. Oktober 2018, 03:00

von Raimund Bauer

Gallhuber: „Schnellste Skifahrerin der Welt werden“. Katahrina Gallhuber geht voller Zuversicht nach dem Olympiajahr in die neue Weltcupsaison. Auch eine kleine Verletzung hielt die Göstlingerin in der Vorbereitung nicht auf.

Die 21-jährige Göstlingerin Katharina Gallhuber will nach ihren beiden Olympia-Medaillen in der Vorsaison (Bronze im Slalom, Silber im Teambewerb) heuer auch im Weltcup aufs Stockerl fahren – und das, obwohl die Vorbereitung nicht ganz optimal verlaufen ist. Beim Atomic-Racing-Medientag am Donnerstag in Altenmarkt war sie aber voller Zuversicht.  |  APA/Barbara Gindl

Die zweifache Olympiamedaillengewinnerin Katharina Gallhuber brennt schon wieder auf die neue Weltcupsaison. Und auch die Ziele für das neue Jahr sind hoch gesetzt. „Ich möchte mich von Tag zu Tag verbessern und dort anschließen, wo ich letzte Saison aufgehört habe“, sagte Katharina Gallhuber.

Und die Ergebnisse nach den Winterspielen zeigten mit Rang fünf (Ofterschwang) und Rang sieben (Are) im Slalom eine klare Tendenz in Richtung Weltspitze. Wäre da nicht die Verletzung in der Vorbereitung gewesen. Durch ein Knochenmarksödem und eine Stressfraktur am linken Fuß zu Beginn des Sommers musste Gallhuber zunächst ein wenig kürzer treten.

„Ich möchte mich von Tag zu Tag verbessern und dort anschließen, wo ich letzte Saison aufgehört habe.“Katharina Gallhuber über ihre persönlichen Ziele

„Es war schwierig, da ich aufgrund der Verletzung nicht auftreten durfte. Aber mein Konditionstrainer und ich haben getüftelt und nach anderen Übungen gesucht. Ich bin jetzt wieder top fit und schmerzfrei“, freute sich Gallhuber und fügte hinzu: „Im Vergleich zu den vorigen Jahren hat sich die Vorbereitung eben extrem geändert.“ Dabei stürzte sich Gallhuber auf mehrere Bereiche wie Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Sensormotorik, Koordination und Gleichgewicht.

Durch die Verletzung waren auch die geplanten ersten Schwünge im Schnee in Neuseeland nicht möglich. Dafür ein paar Wochen später in Italien und in der Schweiz. „Das war ebenfalls eine neue Erfahrung. Aber ich habe super Trainingstage vorgefunden. Ich bin sicher weiter als in den vergangenen Jahren um die Zeit. Es gibt aber trotzdem noch extrem viel zu tun und zu verbessern“, weiß die junge Göstlingerin und bestätigte nochmals ihre größte Leidenschaft: „Ich fühle mich wohl auf Schnee.“

Beim Atomic-Racing-Medientag in Altenmarkt am Donnerstag mit dabei: Die ÖSV-Läufer Niklas Köck (l., Super G/Abfahrts-Spezialist) und Slalom-Artist Marc Digruber (r.) aus Frankenfels.  |  APA/Barbara Gindl

Am Ende der letzten Saison trat die 21-Jährige noch bei mehreren Riesentorläufen an und trainierte an ihrer Technik. Doch ein Start beim Saisonauftakt in Sölden ist nicht geplant. Der erste Weltcup-Lauf wird der Slalom in Levi (Finnland). „Sölden ist kein Thema für mich. Wenn ich in die Zukunft schaue, ist der Riesentorlauf auch sehr wichtig für mich, aber das benötigt seine Zeit, um in der Weltspitze mitfahren zu können“, sagte Gallhuber.

Zuletzt war die Göstlingerin viel unterwegs. Egal ob beim Atomic-Racing Medientag am Donnerstag in Altenmarkt, wo sie trotz allen Rummels um die Größen wie Marcel Hirscher oder Mikaela Shiffrin auch immer mehr in den Mittelpunkt der Journalistenfragen rückt, oder bei der Übergabe ihres neuen Audi Quattros oder Einkleidung des ÖSV-Teams am Samstag in Salzburg.

Ebenso in Altenmarkt mit dabei der Frankenfelser Marc Digruber, der sich in der neuen Weltcupsaison im Spitzenfeld durchsetzen will.

Ein Stockerlplatz im Weltcup fehlt noch

In der Spitze hat sich Katharina Gallhuber mit ihren acht Top-Ten-Plätzen in der letzten Saison und nicht zuletzt aufgrund ihrer Bronzemedaille in Südkorea bereits etabliert. In der Slalom-Wertung klassierte sich Gallhuber mit 303 Punkten auf dem siebenten Endrang und war damit die zweitbeste Österreicherin hinter Bernadette Schild (Rang fünf mit 463 Zählern).

Nur ein Stockerlplatz im Weltcup fehlt Gallhuber noch. Der soll heuer folgen. Die ambitionierten Ziele der 21-Jährigen vom SC Göstling-Hochkar gehen aber trotz der großen Konkurrenz der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin oder der Schweizerin Wendy Holdener und der Slowakin Petra Vlhova noch darüber hinaus: „Langfristig möchte ich die schnellste Skifahrerin der Welt werden“, steckt sich die Slalom-Spezilisitin hohe Ziele für die kommenden Jahre.