In Gänserndorf glühte das Tanzparkett. Zum zweiten Mal lud der UTSS Gänserndorf zum zweitägigen Event, das ordentlich boomte. Auch sportlich lief es gut.

Von David Aichinger. Erstellt am 30. Januar 2019 (03:06)
D. Aichinger
Mit Schwung zur Medaille. Katja Woisetschläger und Jason Ribisch holten am ersten Tag Gold in der Allgemeinen Klasse C Latein.

Samba, Cha Cha, Rumba oder Jive, Walzer, Tango oder Quickstep – egal wofür das Herz am meisten schlägt, Freunde des Tanzsports kamen am Wochenende auf ihre Rechnung. Die UTSS Raiffeisenbank Gänserndorf lud am Samstag und Sonntag zum 2. Gänserndorf-Cup, (heuer ein Zweiflächenturnier an Tag eins und ein normales Wertungsturnier an Tag zwei) in die Stadthalle der Bezirkshauptstadt.

Anders als 2018 – da fand die Premiere noch im Mai statt – diesmal schon im Jänner. „Das ist im Tanzsport ein bisschen eine tote Zeit“, erklärt UTSS-Sektionsleiterin Monika Soukup den Switch im Kalender. Das ehrgeizige Ziel: Den heimischen Cup an diesem Termin im Jahr zu etablieren und Gänserndorf jeden Jänner zum „Tanzsport-Mekka“ zu machen.

Für heuer ist dieses Vorhaben durchaus gelungen. Über 100 Paare aus 27 Klubs sorgten an den zwei Tagen für mehr als 200 Nennungen. „Es ist ein richtig großes Turnier geworden“, freute sich Christiane Reinberger vom UTSS bereits am Samstag über den großen Zuspruch.

Der neue Wanderpokal blieb im Bezirk

Um möglichst viele Paare nach Gänserndorf zu locken, hatte sich der Verein auch etwas Neues überlegt und einen riesigen Wanderpokal ins Leben gerufen. Gesponsert wurde der von der Stadtgemeinde Gänserndorf, vergeben nach einer eigens entworfenen Vereinswertung. Jeder Tänzer sammelte mit seinem Antritt und seiner Platzierung Punkte für den jeweiligen Klub, auch für die Breitensport-Paare, die ansonsten keine offiziellen Punkte bekommen, wurden solche berechnet. „Wir haben also wirklich alle Klassen miteingerechnet“, erklärt Sektionsleiterin Soukup.

D. Aichinger
Da ist das Ding. Der große, neue Wanderpokal ging bei der Premiere an die UTSS Titan Deutsch-Wagram.

Gewonnen hat den neuen Pokal ausgerechnet der zweite Klub aus dem Bezirk: UTSS Titan Deutsch-Wagram. Der darf den Pott nun ein Jahr lang behalten und Anfang 2020 wieder mit nach Gänserndorf bringen.

Sportlich konnten die heimischen Vereine auch einiges mitnehmen. Gänserndorf schaffte es bei 20 Antritten auf elf Medaillen, Deutsch-Wagram bei 28 auf 13. Sechsmal glänzte sie jeweils in Gold. So ließen zum Beispiel Titan-Paar Jason Ribisch und Katja Woisetschläger in der Allgemeinen Klasse C Latein an Tag eins, sowie Gänserndorfs Kacper Kopec und Magdalena Trepa in der Allgemeinen Klasse B Latein ein ordentliches Teilnehmerfeld hinter sich.