Eine Neusiedler Legende tritt ab. Karriereende / Antonia Ritschel-Roschitz, langjährige Neusiedler Kapitänin und Nationalteamspielerin, beendete ihre Karriere.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 17. Juni 2014 (10:44)
NOEN, oefbb.at
Karriereende. Antonia Ritschel-Roschitz aus Neusiedl.

Am Samstag um kurz nach 18 Uhr standen ihr ein wenig die Tränen in den Augen: Nach knapp 20 Jahren Faustball beendete Neusiedls Antonia Ritschel-Roschitz ihre lange und erfolgreiche Karriere.

Und trotz der 0:4-Niederlage in ihrem letzten Spiel gegen Nussbach wurde sie in Neusiedl gefeiert. Kein Wunder, war Ritschel-Roschitz doch jahrelang dafür verantwortlich, dass die Weinviertlerinnen als einziges Team außerhalb Oberösterreichs mit den besten Mannschaften des Landes mithalten konnten. Der Staatsmeistertitel in der Halle 2012, als Rekordmeister Arnreit nach über 40 (!) Siegen in Folge in die Knie gezwungen wurde, ist noch immer einer der Sternstunden des niederösterreichischen Sports.

„Sie hat Neusiedl jahrelang an der Spitze Österreichs gehalten“, weiß auch Ehemann Wolfgang, der jahrelang auch ihr Trainer in Neusiedl war. Als 16-Jährige gab es den ersten Ballkontakt mit einem Faustball, nach der Matura mit 17 (!) studierte sie in Wien und spielte in Kagran, ehe sie nach Neusiedl wechselte. Von 1998 bis 2010 war die Top-Angreiferin nicht nur fixer Bestandteil des Nationalteams, sondern auch Teamkapitän. Ihre größten Erfolge waren EM-Silber und WM-Bronze. Nach dem Hallentitel 2012 mit Neusiedl ging die Lehrerin in die Babypause. Heute ist die Familie mit Mann Wolfgang und dem kleinen Leonard die neue Nummer eins.