Predl läuft in Kanada einen ganzen Tag. Beim 24-Stunden-Lauf in der Hauptstadt Ottawa will Rainer Predl (29) jetzt das Ticket für die Weltmeisterschaft lösen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 24. Juli 2019 (02:58)
privat
Stimmt sich schon auf Kanada ein: Rainer Predl aus Lassee will viaOttawa zur WM.

Zuletzt sorgte der Lasseer Rainer Predl mit seinem Marathon auf dem Windrad in Lichtenegg in der Buckligen Welt für Aufsehen, jetzt widmet er sich wieder dem Ultralaufsport – allerdings nicht in Österreich, sondern knapp 7.000 Kilometer weiter westlich in Kanada. In der Hauptstadt Ottawa nimmt er am kommenden Samstag am 24-Stunden-Lauf teil.

Warum die weite Reise? „Weil es in Europa nicht sehr viele 24-Stunden-Läufe gibt, aber es in dieser Disziplin auch eine Weltmeisterschaft gibt, und dort will ich hin“, erklärt Predl: „Das Ticket liegt quasi auf der Straße und ich würde es gerne ab holen.“ Um die WM, die voraussichtlich 2020 in Irland statt finden wird, zu erreichen, muss der 29-Jähr ige zumindest 200 Kilometer schaffen. „Wer das erreicht, steht schon mal im B-Kader, wer über 220 schafft, der ist fix im A-Kader. Da geht es vor allem um die Einteilung der Start blöcke bei der WM. Ich kann beides schaffen, so viel ist sicher“, gibt sich der Lasseer selbstbewusst. Die Strecke gilt als rekordtauglich und schnell, ist flach und führt zu einem
Déjà-vu: „Der Rundkurs ist 1,8 Kilometer lang – fast identisch mit meiner Trainingsrunde in Lassee. Also ich sollte mich wohlfühlen (lacht).“

Die größte Hürde ist sicherlich der Jetlag, der Predl be gleiten wird. Sechs Stunden Zeitverschiebung gilt es, innerhalb von zwei Tagen, so gut es geht zu verkraften, um dann samstags um 8 Uhr und voller Tatendrang im Startbereich im Asticou Center zu stehen. Lediglich um die Energiezufuhr muss sich der Lasseer diesmal selber kümmern: „Da werde ich mir noch einen kleinen Energieplan zurechtlegen.“