Ein Skispringer aus Mannsdorf. Der neunjährige Fabian Zettel übt sich seit zwei Jahren auf Österreichs Schanzen. Die Liebe dazu entstand nicht etwa durch das Fernsehen, sondern im Skiurlaub nahe des Kulms.

Von David Aichinger. Erstellt am 13. Februar 2019 (03:20)
Wr. Stadtadler
Zieeeeh! Der Mannsdorfer Fabian Zettel bereitet sich aktuell auf einer 30-Meter-Schanze auf noch größere Aufgaben vor.

Skiurlaub im steirischen Tauplitz – das steht bei der Familie Zettel aus Mannsdorf jedes Jahr auf dem Kalender. Dort, wo mit dem Kulm eine der größten Skisprungschanzen der Welt liegt, und dort, wo sich Sohnemann Fabian in eine für das Marchfeld doch sehr ungewöhnliche Sportart verliebte. „Das Skifliegen hat ihn immer interessiert“, erinnert sich Papa Markus Zettel, „vor zwei Jahren hat er dann den Wunsch geäußert, dass er selbst Skispringen gehen will.“

Weil der Junior über mehrere Wochen hartnäckig blieb und immer wieder nachfragte, wann er es denn nun ausprobieren dürfe, griff der Papa zum Telefon: „Wir haben beim ÖSV angerufen und gefragt, ob es irgendwo halbwegs in der Nähe einen Verein gibt.“

Ziel: Aufnahme im Leistungszentrum

Den gab und gibt es in Form der „Wiener Stadtadler“ in der Bundeshauptstadt. Jeden Mittwoch arbeitet der Neunjährige dort an seiner Kondition, am Wochenende fährt er mit den Teamkollegen und oft auch seiner Familie zum Training auf nahe Schanzen, meist in der Steiermark. Anfang des Jahres ist er in die zweite von vier Nachwuchskategorien aufgestiegen, er springt jetzt auf einer 30-Meter-Schanze. Das Ziel ist, wie für alle Mitglieder des Vereins, klar definiert: „Die Kinder so vorzubereiten, dass sie mit 14 Jahren die Aufnahmeprüfung in ein Leistungszentrum schaffen.“

Die Wiener Stadtadler suchen übrigens weitere Talente, an den nächsten zwei Sonntagen (17. und 24. Februar, jeweils 10 bis 16 Uhr) können interessierte Mädchen und Buben zwischen sechs und elf Jahren bei einem kostenlosen Schnuppertraining auf der Hohen-Wand-Wiese in Wien vorbeischauen. Weitere Infos: www.wienerskispringer.at