Den Weltrekord nur ganz knapp verpasst

Eine Sternstunde des österreichischen Kegelsports gab es am Samstag im Kegelsportzentrum Orth/Donau zu sehen: Matthias Zatschkowitsch (22) führte seine Orther Superligaherren gegen Leoben zu einem neuen fabelhaften Österreich-Rekord.

Peter Sonnenberg
Peter Sonnenberg Erstellt am 22. September 2021 | 04:02
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Neuer österreichischer Rekord! Die Orther Superligaherren zeigen stolz auf den Bahncomputer. Am Bild (von links): Michal Kratochvil, Matthias Zatschkowitsch, Lukas Temistokle (auf den Schultern), Patrick Fritz, Jan Mecerod und Martin Rathmayer.
Foto: privat

Eine Sternstunde des österreichischen Kegelsports gab es am Samstag im Kegelsportzentrum Orth/Donau zu sehen. Weniger das klare 8:0-Endergebnis der Superligaherren gegen ESV Leoben beeindruckte, sondern die Leistungen der einzelnen Spieler und der gesamten Mannschaft.

Die Marchfelder überspielten nämlich ihren eigenen österreichischen Teamrekord um satte 76 Kegel und erzielten damit als erste österreichische Mannschaft über 4.000 Kegel. Genau 4.062 Kegel waren es am Ende, was einen Mannschaftsschnitt von 677 Kegeln bedeutet. „Eine unglaubliche Leistung, die wir da auf die Bahn gebracht haben“, war Spieler Martin Rathmayer stolz. Im Einzelnen ragte einmal mehr der frisch gebackene U23-Weltmeister Matthias Zatschkowitsch heraus.

Glückwünsche kamen auch aus Deutschland

Mit 120 Kegeln ins Volle gestartet, sah man bei ihm kaum einen schlechten Wurf. Eine Kugel nach der anderen landete präzise in der Gasse. 183, 197, 185 und 182 Kegel bedeuteten unfassbare 747 Kegel, neuen österreichischen Rekord (davor 740 Kegel von Philipp Vsetecka aus dem Jahr 2010) und natürlich auch Bahnrekord.

Und mehr noch: es war weltweit das bislang zweitbeste offizielle Wettkampfergebnis hinter den 771 von Weltrekordhalter Vilmos Zavarko aus dem vergangenen Jahr. Da gab es Glückwünsche über die sozialen Medien, auch aus Deutschland, wo Zatschkowitschs Top-Leistung ebenfalls registriert wurde.

Aber auch der Rest der Orther war top: Jan Mecerod (639, neue persönliche Bestleistung), Rathmayer (634), Lukas Temistokle (726, österreichischer U23 Rekord und persönliche Bestleistung), Patrick Fritz (628) und Michal Kratochvil (634).