KV Auersthal im neuen Wohnzimmer. Die Landesligaherren des KV Auersthal spielen auf der neuen Kegelbahn in Groß-Schweinbarth um Meistertitel und Aufstieg mit.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 20. Februar 2019 (02:56)
privat
Freut sich über die neue Kegelbahn: Gerold Schulz.

Endlich im neuen Zuhause angekommen ist der KV Auersthal. Seit Anfang des Jahres spielen die Landesligaherren auf der neuen Bahn in Groß-Schweinbarth, die dem Buschenschank Sandberg angeschlossen ist. Für den gewerb lichen Betrieb ist die Bahn noch nicht freigegeben, für die Meisterschaft aber schon. Obmann Gerold Schulz zieht einen launigen Vergleich: „So wie im Fußball ein Milliardär einen Verein zum Privatvergnügen hält, so lässt uns der Ernst (Bauer, Anm.) als Sponsor auf seiner Bahn spielen.“ Und das sehr erfolgreich: Nach knapp mehr als der Hälfte der Meisterschaft in Niederösterreichs oberster Spielklasse liegen die Auersthaler auf Rang zwei, nur einen Punkt hinter Leader Haidbrunn Wiener Neustadt.

Das wäre doch ein perfekter Moment, um auf der neuen Bahn wieder in die Bundes liga zurückzukehren – wo die Weinviertler in den 1990er- und 2000er-Jahren schon jahrelang Stammgast waren –, oder? „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen“, stapelt Schulz tief. Ein anderer Punkt sei wichtiger: die Nachwuchs arbeit. „Wir planen, noch vor den Sommerferien in die Schulen zu gehen, um die Werbetrommel für den Kegelsport zu rühren.“ So wäre die SHS Matzen eine Option, weil eine Lehrerin auch Mitglied der Auersthaler Kegler ist. Schulz hat einen großen Wunsch: „Wenn wir es schaffen, ein bis zwei Spieler pro Jahr in den Meisterschaftsbetrieb integrieren zu können, dann hätten wir schon gewonnen.“ Denn er selbst will mit über 50 „auch nicht mehr ewig in der ersten Mannschaft spielen.“

Wie groß ist eigentlich der Vorteil auf der neuen Bahn für die Haus herren? „Nicht wirklich groß, es ist ja eine Plattenbahn, wie vom Verband gefordert. Diese sind überall gleich zu spielen und haben nicht mehr die individuellen Eigenschaften alter Kunststoffbahnen.“