Verlaufen: Bichl auf Abwegen. Aus 5,7km wurden 20! Beim „Illegalen Crosslauf“ in Großengersdorf verlief sich der Zwettler Alexander Bichl kurios.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. Februar 2019 (03:33)
Peter Hofbauer
Verlief sich beim Crosslauf in Großengersdorf: Alexander Bichl.

Am Sonntag machte die „Ille gale Crosslaufserie“ in Großengersdorf (Bezirk Mistelbach) Station. Gewonnen hat Andreas Perstinger. Für die Geschichte des Rennens sorgte aber Alexander Bichl: Der Dauerläufer aus Zwettl verlief sich so sehr, dass er statt der 5,7 Kilometer letztendlich fast 20 in den Beinen hatte.

Wie konnte das passieren? Bichl klärt auf: „Mein Problem war, dass ich alleine gelaufen bin, die ersten Zwei waren genauso weit weg wie die Nächstfolgenden. Dann bin ich bei einer Kreuzung, die wir zweimal passiert haben, falsch abgebogen.“ Da Bichl nach Gefühl und nicht mit Uhr rennt, kam er viel zu spät drauf, dass er sich verlaufen hatte. Zudem geriet er dann auf die Strecke des ersten Crosslaufs in Pillichsdorf, die noch immer markiert war. „So bin ich weiter in die falsche Richtung gelaufen.“ Am Ende dauerte es nach einem Umweg über Bockfließ fast zwei Stunden, ehe er im Ziel ankam. Dort machten sich Organisator Josef Brenner und Co. schon Sorgen um ihn: „Wir haben ihn schon mit dem Auto gesucht.“ Passiert ist im Endeffekt nichts, außer dass Bichls Laufkollegen ihn auf der Schaufel hatten, „und diese Geschichte werden wir auch noch in ein paar Jahren erzählen“, schmunzelt Brenner.

Aber Bichl wäre nicht Bichl, wenn er danach nicht noch in Gänserndorf beim Weltrekordversuch von Rainer Predl vorbeigeschaut und den Lasseer eine Stunde lang auf dem Laufband begleitet hätte. Und den Humor hatte er bezüglich seines Hoppalas nicht verloren: „Ich habe einen schönen Naturlauf gemacht und das Weinviertel besser kennengelernt.“