Bahnengolf: Wenn nur die 18 wirklich hilft. Unglaubliches Niveau war bei der 33. Österreichischen Seniorenmeisterschaft auf den 18 Löchern in Gänserndorf zu sehen.

Von David Aichinger. Erstellt am 12. Juli 2017 (01:44)

Eine 26er-Runde auf 18 Minigolf-Löchern? Für geübte Amateure ein absoluter Traum. Nicht so bei den 33. Österreichischen Seniorenmeisterschaften im Bahnengolf: Schön gesprochen wäre die 26 hier ein Ausreißer nach unten, drastischer gesagt eine Katastrophe. Auf der Anlage des SV OMV Gänserndorf standen von Mittwoch bis Samstag und an den zahlreichen Trainingstagen davor 20er und 19er auf der Tagesordnung – ja sogar die lupenreine 18 wurde das eine oder andere Mal gespielt.

Um solche Leistungen abzurufen, bedarf es viel Training, wie Siegfried Junger, Mitglied beim veranstaltenden SVG und gleichzeitig Präsident des NÖ Bahnengolfverbandes, erzählt: „Viele trainieren mehrmals die Woche fünf, sechs Stunden. Manche spielen 50 Turnierwochen im Jahr.“

So wurde auch beim SV Gänserndorf neben der umfangreichen Vorbereitung und Sanierung der Anlage viel geübt. Das sollte sich auszahlen: Obmann Günter Würrer verpasste im Zählspiel in seiner Altersklasse den Staatsmeistertitel erst im Stechen. Im K.O.-Bewerb am Samstag ballte dann Petra Riegler des Öfteren die Faust. Auch sie wurde am Ende Zweite.

Wie professionell so eine Seniorenmeisterschaft abläuft, verblüfft: Es gibt eigene Schläger, verschiedene Bälle mit unterschiedlichem Sprungverhalten, Kühlboxen für besondere Bälle, Echtzeit-Ergebnisse im Internet und vieles mehr ...