Zwei Marchfelder fordern Djokovic

Gerald Melzer und Jurij Rodionov wollen beim Daviscup-Finalturnier in Innsbruck für eine Überraschung sorgen.

Erstellt am 24. November 2021 | 03:34

Österreichs Davis-Cup-Team ist von Donnerstag bis Dienstag beim Daviscup-Finalturnier in Innsbruck erstmals seit März 2020 wieder im Einsatz. Die Truppe von Kapitän Stefan Koubek hatte sich damals mit dem 3:1-Erfolg über Uruguay in Premstätten die erstmalige Teilnahme an diesem Final turnier gesichert. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie geht es rund ein Jahr später als geplant in Innsbruck vorerst um den Einzug ins Viertelfinale.

Dabei hofft Österreich ohne den rekonvaleszenten Dominic Thiem sowie den ebenfalls verletzten Sebastian Ofner auf die eine oder andere Überraschung. Zwei Marchfelder sollen dabei mithelfen: der Deutsch-Wagramer Gerald Melzer und Jurij Rodionov aus Matzen. Österreich bekommt es in Gruppe F mit den vom Weltranglistenersten Novak Djokovic angeführten Serben sowie Deutschland zu tun.

Fulminantes Comeback mit Nominierung gekrönt

Vor allem Melzer kann es kaum erwarten: „Ich hätte mir noch vor einem Jahr gedacht, dass ich nie mehr die Nationalhymne hören werde, umso schöner, dass ich jetzt wieder dabei bin.“ Der 31-Jährige scheint nämlich nach seiner Knöchelverletzung endlich wieder auf dem besten Weg zurück, er gewann vor ein paar Wochen ein Challenger-Turnier in Kolumbien und steht wieder unter den Top-300 der Welt. Ob er tatsächlich zum Einsatz kommt, steht noch in den Sternen, für Melzer zählt aber etwas anderes: „Dass ich endlich wieder angekommen bin.“

Auch Rodionov hat harte Monate hinter sich: „Es war ein sehr herausforderndes Jahr mit einigen Höhen, aber leider auch ziemlichen Durststrecken. Ich hatte mehrfach mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, nichts Tragisches, aber es hat gereicht, um den Rhythmus zu verlieren und immer wieder neu aufbauen zu müssen.“ Am Ende des Tages konnte der Matzener nicht die gewünschte Konstanz in sein Spiel bringen und durchlief zuletzt technische Veränder ungen, unter anderem beim Service. „Diese müssen erst greifen, bis sie in Fleisch und Blut übergehen, da braucht es definitiv noch Geduld“, weiß Rodionov.

Was den Daviscup angeht, brennt er schon: „Ob am Platz oder von der Bank aus – ich werde die Mannschaft so gut wie nur irgendwie möglich unterstützen und hoffe auf ein erfolgreiches Turnier.“ Einen Wermutstropfen sieht er dennoch: „Dass die Fans, die solche Turniere so wertvoll machen, extrem fehlen werden.“