Im Kreis der Weltbesten. Für den Obersulzer Christoph Krenn und Partner David Alten startet in Barcelona die neue Saison der Padel-Profitour. Das große Ziel ist, in einen Hauptbewerb zu kommen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 28. Februar 2018 (04:36)
NOEN, privat
Motiviert: Christoph Krenn (li.) und David Alten.

Österreichs einziges Paar auf der Padel-Profitour, der Obersulzer Christoph Krenn und der Wiener David Alten, fiebert dem Saisonstart ent gegen, der in knapp zwei Wochen in Barce lona (Spanien) über die Bühne geht.

Auch wenn man es sich als Österreicher nicht vorstellen kann: Padel(-Tennis) spielen weltweit über 10 Millionen Menschen. In Spanien und Argentinien wird diese Sportart schon häufiger betrieben als Tennis selbst. „Vielleicht hat der eine oder andere schon mal einen Ballwechsel auf Facebook oder Youtube gesehen. Die Sportart ist hochattraktiv und füllt auf der Profitour Stadien mit bis zu 5.000 Zusehern, und das täglich“, erklärt Ex-Racketlon-Weltmeister Krenn, der mit seinem Partner noch weit davon entfernt ist, auf so einem Center Court zu spielen.

Abwechslung in der Saisonvorbereitung

Nicht spanisch sprechende Spieler sind auf der World Padel Tour (Profitour) so selten wie Spanier bei der Winterolympiade gerade in Korea. „Wenn Leute mitbe kommen, dass wir Österreicher sind, fragen sie uns, ob es überhaupt Padel-Plätze in Österreich gibt. Wenn wir dann sagen, dass wir erst seit drei Jahren spielen, sind sie richtig begeistert und feuern uns an“, berichtet Krenn. Denn auf der Profitour treten normalerweise nur Spieler an, die seit dem Kindesalter auch Padel spielen. „Einmal in einen Hauptbewerb zu kommen, wäre unser großes Ziel, aber bis dorthin müsste man fünf Runden überstehen, denn von 72 Paaren in Qualifikation und sogar Vor qualifikation schaffen es nur vier ins Hauptfeld.“

Um Abwechslung in die Saisonvorbereitung auf Wiens einzigen Indoorplätzen im Bunker am Wienerberg zu bekommen, haben sich Krenn/Alten vor ein paar Wochen Profis aus Spanien eingeladen. „Gegen die Top-100-Spieler aus Madrid haben wir meist einen von vier Sätzen gewonnen, beim letzten Match sogar zwei“, erzählt Alten. Diese Woche sind Spieler aus Va lencia zu Gast, die ungefähr Nummer 80 der Welt sind.

Nach dem Saisonstart geht es für die „Padel-Exoten“ Anfang April in Alicante und Ende April in Zara goza weiter. Dann werden die weiteren Events geplant, Highlights der heurigen Tour sind neben den Events in Spanien aber sicher Turniere in Lissabon, Andorra oder im schwedischen Bastad. „Ein großer Dank geht natürlich an unsere Sponsoren. Aber wer will, die eine oder andere Sponsorenfläche haben wir sogar noch frei“, scherzt Krenn.