Onea & Ernhofer verpassten knapp Medaillen. Sowohl Andreas Onea (27) als auch Andreas Ernhofer (22), beide aus Deutsch-Wagram, etablierten sich bei der Schwimm-WM in London im Kreis der Weltspitze.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 18. September 2019 (04:05)
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Bild links: Andreas Onea (re.) ist weiter Weltspitze, dabei hilft auch Trainer Gerhard Pukl.- Bild rechts: Andreas Ernhofer jubelte in London. 

Vergangenen Sonntag gingen in London die Para-Schwimmweltmeisterschaften zu Ende. Das vierköpfige österreichische Team mit den beiden Deutsch- Wagramern Andreas Onea und Andreas Ernhofer kehrt mit einer Bilanz von vier Finalteilnahmen nach Hause zurück.

Zwei davon erschwamm Onea, er erreichte über 100 Meter Brust Platz fünf und über 200 m Lagen Platz sechs. Für den 27-Jährigen begannen die Titelkämpfe aber unvorteilhaft: Bereits im Vorlauf über 100 m Schmetterling kam es zu einer Disqualifikation aufgrund eines vermeintlichen technischen Fehlers. „Ich habe die Disqualifikation nicht verstanden“, war Onea verzweifelt. „Mein Trainer und ich haben das Rennen auf Video komplett analysiert. Jeder Zug war regelkonform. Weil ich aber zu langsam war, haben wir auf einen Protest verzichtet.“

"Leider habe ich meine beste Leistung nicht abrufen können"

In seinem Hauptbewerb über 200 Meter Lagen zog er in 2:33,94 Minuten souverän ins Finale ein, konnte sich dort aber nur um 0,4 Sekunden steigern und landete auf Rang sechs. Danach war der Weinviertler ein wenig enttäuscht: „Dort hatte ich die größten Chancen auf eine Medaille. Leider habe ich meine beste Leistung nicht abrufen können und somit hat dann doch ein bisschen was auf 2:27 Minuten zur Medaille gefehlt.“

Zum Abschluss der Wettkämpfe gab es noch ein schönes Trostpflaster über 100 m Brust, wo er zweimal Saisonbestleistung schwamm und in 1:13,79 Fünfter wurde. „Mein Trainer Gerhard Pukl sagt immer, dass wir meine Leistung wie eine Lasagne Schicht für Schicht aufbauen. Ich freue mich also schon auf die oberste Schicht nächstes Jahr, die Basis ist auf jeden Fall erfolgreich erarbeitet worden“, schmunzelt Onea im Hinblick auf die nächste Saison – mit der Europameisterschaft in Madeira im Mai und den Paralympics in Tokio als Höhepunkten.

Auch Ernhofer kann auf eine tolle WM-Premiere zurückblicken: Er wollte ein Finale erreichen, am Ende standen drei Top-Ten-Platzierungen zu Buche: Mit neuem österreichischen Rekord über 150 m Lagen wurde er starker Sechster, über 50 m Freistil Zehnter und über 50 m Brust sogar noch einmal Siebenter. „Ich bin überglücklich, dass ich diese Leistungen ab liefern konnte. Das macht natürlich sehr heiß auf Medaillen bei der Europameisterschaft und den Paralympics nächstes Jahr. Ich bin bereit, dafür sehr hart zu trainieren, um die Erfolgswelle weiter so ansteigen zu lassen“. resümierte der 22-jährige Feuerwehrmann.