Andreas Onea schwimmt zweimal in die Top 6. Vergangenen Sonntag Abend gingen in London die Weltmeisterschaften im Para-Schwimmen zu Ende. Das vierköpfige österreichische Team kehrt mit einer Bilanz von vier Finalteilnahmen nach Hause zurück.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. September 2019 (14:34)
Gottfried Müllner
Andreas Onea, London

Zwei davon schwamm Andreas Onea. Er erreichte über 100m Brust Platz fünf und über 200m Lagen Platz sechs. 

Für den Deutsch-Wagramer begannen die Titelkämpfe unvorteilhaft. Bereits im Vorlauf über 100m Schmetterling kam es zu einer Disqualifikation aufgrund eines vermeintlichen technischen Fehlers.

„Ich habe die Disqualifikation nicht verstanden. Mein Trainer und ich haben das Rennen auf Video komplett durch analysiert und jeder Zug war regelkonform. Die Schultern müssen zu jedem Zeitpunkt parallel zur Wasseroberfläche sein, was auch bei mir der Fall war. Weil ich aber zu langsam war, haben wir auf einen Protest verzichtet und lieber am Tag danach die Technik nochmals von einem Schiedsrichter-Team kontrollieren lassen.“, so der Heeressportler nach der Verarbeitung des ersten Schocks. 

Gottfried Müllner
Andreas Onea mit Trainer Mag. Gerhard Pukl, London

Mit erfolgter Bestätigung der geschwommenen Technik konnte Onea beruhigt in seinen Hauptbewerb über 200m Lagen starten. Nach einem souveränen Auftritt im Vorlauf mit einer Zeit von 2:33,94 Minuten konnte der 27-Jährige im Finale nur um 0,4 Sekunden zulegen und beendete seinen Hauptbewerb am 6. Platz. „Die 200m Lagen waren der Bewerb in dem ich die größten Chancen für eine Medaille gesehen habe. Leider habe ich meine beste Leistung nicht abrufen können und somit hat dann doch ein bisschen was auf 2:27 Minuten zur Medaille gefehlt.

Die technische und schwimmerische Umsetzung war aber sehr zufriedenstellend, das lässt mich sehr positiv in die Zukunft blicken. Einzig an der Geschwindigkeit muss ich jetzt in der letzten Phase des Paralympics-Zyklus noch arbeiten, dann geht der Plan voll auf und ich bin mir sicher, dass ich weiter nach vorne schwimmen kann.“, blickt Andreas Onea zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben. 

Zum Abschluss der Wettkämpfe gelang es ihm über 100m Brust zwei Mal Saisonbestleistung zu schwimmen und mit einer Zeit von 1:13,79 Minuten den 5. Platz im Endlauf zu sichern.

„Die 100m Brust haben mich ganz besonders gefreut. Ich bin diese Zeiten noch nie mit so wenig Zügen und in dieser Qualität geschwommen. Mein Trainier Mag. Gerhard Pukl sagt immer, dass wir meine Leistung wie eine Lasagne Schicht für Schicht aufbauen. Ich freue mich also schon auf die oberste Schicht nächstes Jahr, die Basis ist auf jeden Fall erfolgreich erarbeitet worden.“, schmunzelt Onea im Hinblick auf die nächste Saison mit der EM in Madeira im Mai und den Paralympics in Tokio 2020 als Höhepunkten.