UBBC Gmünd flüchtet nach Tschechien. Weil nur mehr Gmünd und Baden in NÖ spielen wollen, geht UBBC über Grenze.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 04. September 2019 (02:10)
In Niederösterreich gibt‘s für Andrea Apfelthaler (vorne) und ihre Gmünderinnennur mehr ein Duell mit Baden. Meisterschaft gespielt wird
Köpf

Es ist die Zeit der Trainingslager beim UBBC Gmünd. Die Herren haben ihr erstes Schwerpunkt-Wochenende in Gmünd verbracht, am Freitag startet gleich ein zweites. Die U19-Teams sind vom Hochkar heimgekehrt. Die neue Saison wirft aber bereits ihre Schatten voraus. Denn alles beim Alten bleiben dürfte nur in der Herren-Landesliga.

Da gibt‘s seit vergangener Woche auch bereits eine Auslosung für zehn Mannschaften. „Die wird aber vielleicht jetzt noch einmal geändert, weil die Eisenstädter angefragt haben, ob sie außer Konkurrenz in Niederösterreich mitspielen dürfen“, sagt UBBC-Manager Franz Chwatal. Steigendes Interesse also im Herren-Basketball.

In der Damen-Landesliga Utopie. Die höchste Spielklasse in Niederösterreich ist schon seit Jahren ein Stiefkind, ein sinnvoller Ligabetrieb kann nur mithilfe von Teams aus Nachbar-Bundesländern aufrechterhalten werden – lange Jahre gab‘s eine gemeinsame Liga mit Wien, zuletzt Teams aus Oberösterreich und Burgenland außer Konkurrenz.

Für die kommende Saison trat aber der Super-GAU ein: Neben Gmünd meldete nur Serienmeister Baden eine Mannschaft. Später bekundete mit Mattersburg noch ein dritter, wenn auch burgenländischer, Verein Interesse.

Auch Zweier-Herren bleiben in CZ-Liga

„Wir haben vorgeschlagen, Hin- und Rückrunde zu spielen“, sagt Chwatal. „Aber mit einer Meisterschaft hat das nichts zu tun.“ Um den Mädels eine sinnvolle Basketball-Saison bieten zu können, orientierte sich der UBBC Gmünd nun auch mit den Damen nach Tschechien – wo die Zweier-Herren seit Jahren spielen.

„Wir werden dort mit Strakonice, Pisek, Budweis und Tabor in einer Liga spielen“, erklärt Chwatal. Die letzten Details sollen demnächst geklärt werden.

Ähnliches gilt für die Zweier-Herren, die nun wohl doch nicht in eine andere CZ-Liga wechseln werden, sondern im Raum Jindrichuv Hradec bleiben. „Wie immer ist dort noch vieles offen“, sagt Chwatal. „Aber mit dem Liga-Wechsel wird‘s eher nichts werden.“

Viel Organisatorisches also heuer vor dem Saisonstart. Sportlich bewegt sich nach dem Trainerwechsel vieles in die richtige Richtung, wie Chwatal vom Trainingslager berichtet: „Die Burschen sind sehr motiviert, haben gut trainiert, sind gut drauf.“ Einen ersten Test gibt‘s am Samstag, 18 Uhr, in Gmünd – gegen das Prager Uniteam. Vielleicht dann schon mit dem neuen Legionär. „Bis jetzt gibt‘s aber noch keine Einigung“, sagt Chwatal.