Tennis-Jugend hofft auf baldigen Re-Start. Lust am Filzball steigt bei Youngsters, trainieren dürfen sie aber nicht – die Situation im Bezirk Gmünd.

Von Fabian Thaler. Erstellt am 03. März 2021 (03:35)
Für den Tennisnachwuchs gibt‘s den Blick auf die Courts derzeit nur durch Zäune. Trainings sind nicht erlaubt.
Fabian Thaler

Stillstand. Das Stichwort, welches die Amateurvereine des Landes derzeit in eine Schockstarre versetzt. Kein Vereinstraining, Ausnahmeregelungen bleiben aus und eine Saisonplanung mit einer kaum vorhandenen Perspektive – zumindest der Nachwuchs soll ab Mitte März trainieren dürfen, kündigte die Bundesregierung an. Ein geistiges Nebelfeld breitet sich über die Vereine aus, doch wie steht es eigentlich konkret um die Tennisjugend des Bezirk Gmünds?

Aktuell sieht es mit den Trainingsmöglichkeiten zwar sehr mager aus, aber die Planung für die kommende Saison ist bereits angelaufen. Wöchentliche Trainings, ein Kindertenniscamp im Sommer und spezifische Vereinstrainings stehen bei den drei Großvereinen Weitra, Gmünd und Waldenstein auf dem Programm.

„Sofern es die Covid-Regelungen zulassen, werden wir auf jeden Fall wieder ein Kindertenniscamp und altersspezifische Trainings für U10 bis U17 anbieten. Zusätzlich dazu haben wir auch vor, ein U8 Future Training zu organisieren, für die ganz Kleinen“, schildert Erwin Mayerhofer, Jugendwart des UTC Weitra. Ähnlich sieht die Situation bei der 1. SVg Gmünd aus: „Ein wöchentliches Training für jede Altersgruppe und ein Kindertenniscamp stehen mit Sicherheit auf dem Programm“, kündigt Thomas Ledermüller an. Ein positiver Aspekt nebenbei: Bei beiden Vereinen hat trotz Covid-19 noch kein Nachwuchsspieler den Tennisschläger an den Nagel gehängt und die Lust am Sport verloren.

Waldenstein will wieder durchstarten

Etwas anders schaut die Situation derzeit beim TV Waldenstein aus: „Wir hatten die letzten Jahre ein ziemlich großes Loch in der Jugend, auch wenn bei unseren Tenniscamps immer um die 50 Kinder teilgenommen haben“, sagt Obmann Gregor Nowak zur aktuellen Situation, „jedoch werden wir nächste Saison wieder mit einer U10-Mannschaft in die Meisterschaft starten und wöchentliche Trainings und ein Tenniscamp sind auf alle Fälle geplant.“

Es bleibt zu hoffen, dass die ersten Lockerungen rechtzeitig zum Beginn der Outdoor-Saison für den Breitensport kommen, da es nicht nur für die Vereine, sondern viel mehr für die Kinder wichtig ist, die Trägheit der andauernden Lockdowns durch Bewegung abzuschütteln.