Gmünder mit Sieg ins Play-off. Gmünder schlugen zum Start spielunwillige Brucker ohne Glanz.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 20. Februar 2019 (00:34)
Novak
Das erste Viertel mussten David Graf (rechts) und seine Gmünder den Bruckern um Nicolas Praschinger überlassen, danach übernahmen die Grenzstädter beim Play-off-Auftakt aber das Kommando.

Beinahe wäre der Auftakt ins Landesliga-Play-off ins Wasser gefallen. Bruck/Leitha wollte am Vortag des Spiels noch wegen Personalnot verschieben. UBBC-Gmünd-Manager Franz Chwatal blieb aber hart: „Wir wollten unbedingt spielen, wären auch das Risiko eingegangen, dann vor Ort mit der Absage konfrontiert zu werden. Dann hätten wir eben 20:0 gewonnen…“

So weit kam‘s aber nicht. Die Gmünder wurden in Bruck von acht Foxes empfangen – nur der gesperrte Trainersohn Max Heissenberger und der erkrankte Renan Ferrara fehlten von der Stammformation. Viel entgegenzusetzen hatte man den Grenzstädtern aber nicht. Die lieferten zwar kein Glanzstück ab, gewannen aber locker. „Das ist mir lieber, als gut zu spielen und zu verlieren“, nahm‘s Chwatal pragmatisch.

Die Gmünder, bis auf die Youngster in voller Besetzung, verschliefen die ersten Minuten aber komplett, sahen sich nach viereinhalb Minuten mit einem 0:5 konfrontiert. Was Coach Sergej Orekhov so gar nicht schmeckte. Time-out. Das wirkte. Zumindest Radek Vartecky und David Graf fanden in diesen Sekunden ihre Treffsicherheit. Bei der Schlusssirene lag Bruck aber noch knapp vorn (16:14).

Das sollte sich im zweiten Viertel endgültig ändern. Mit Pressing angelte sich der UBBC viele Bälle, Christoph Staud und Vartecky schraubten das Punktekonto in die Höhe. Ein 30-Punkte-Viertel wurde es am Ende und mit einer 44:36-Führung ging‘s in die Kabinen. Dumm nur, dass die „Langen“ Bernhard Staud, Christoph Staud und Sebastian Senk schon knapp vor dem Ausfoulen standen.

Die zweite Spielhälfte war verkrampfter. Viele Würfe gingen nicht in den Korb, dazu ging die Foul-Serie weiter. Senk musste in der 27. Minute gehen, Bernhard Staud folgte zu Beginn des Schlussabschnitts.

Gegen Wiener Neustadt „Farbe bekennen“

Daher musste Allrounder Alexander Macho neben Christoph Staud, der mit vier Fouls durchkam, wieder die Rolle eines großen Spielers übernehmen. Das gelang. Auch sonst brachte das Spiel des UBBC im vierten Viertel einige Lichtblicke. Neben Vartecky, der von der Dreierlinie wieder eine Macht war, ließen auch Michael Traxler und David Graf aufhorchen.

Viertel drei und vier gingen knapp an die Gmünder, die damit einen klaren 78:64-Sieg einfuhren. Das gelang auch den anderen Favoriten Sixers und Twin City Basket, das Wiener Neustadt knapp schlug. Die Blue Devils gastieren am Samstag in Gmünd. „Da wollen wir noch einmal Farbe bekennen“, sagt Franz Chwatal. „Dann stimmt der Kurs Richtung Final Four.“