UBBC Gmünd: Revanche gelang nicht. Gmünder verloren auch in der Liga bei Traiskirchen. Aufholjagd endete in der Overtime.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 19. Februar 2020 (00:44)
Eigentlich hatte alles in der Landesliga mit einem Zweikampf zwischen Christoph Staud mit seinen Gmündern und Bruck um Rang zweigerechnet. Jetzt ziehen die Foxes aber immer weiter davon.Der UBBC muss aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren.
Maximilian Köpf

Dramatik pur in einer Partie, die eigentlich einen klaren Sieg für den UBBC Gmünd hervorbringen hätte sollen. Die Leistung sei über weite Strecke gut gewesen, meinte Trainer Michael Traxler. Am Ende blieb Gmünd in Traiskirchen die Revanche für die Cup-Schmach aber verwehrt, mussten sie sich in der Overtime geschlagen geben.

„Wenn ich schon mit dem Gedanken nach Traiskirchen fahre, dass wir dort nicht hoffentlich noch einmal verlieren, dann kannst du dir schon ausrechnen, was im Endeffekt rauskommt“, war UBBC-Manager Franz Chwatal verärgert und ortete vor allem Mängel im mentalen Bereich, die den Gmündern die nächste Auswärtsniederlage bescherten – die dritten im vierten Auswärtsspiel des Jahres. Und bereits die vierte in der Zwischenrunde.

Daheim ist ab jetzt Siegen Pflicht

Christoph Staud war wieder zurück in der Mannschaft, allerdings jetzt gesundheitlich angeschlagen. Uli Fraberger sowie die Youngster Jan Vokaty und Valentin Binder fehlten weiterhin. Dennoch gelang ein guter Start, vor allem Sebastian Senk war kaum zu halten. Allerdings war bei den Lions praktisch jeder Wurf ein Treffer, sodass sie zum Viertelsende die Führung übernahmen. Im zweiten Abschnitt riss dann der Faden bei Gmünd. Defensivfehler und einige Dreier von Traiskirchen brachten einen 32:44-Rückstand zur Pause.

In dieser besann man sich auf frühere Aufholjagden im Lions Dome. Die Staud-Brüder, Traxler und Senk verkürzten auf minus neun Punkte. Und schließlich glichen die Gmünder sogar mit der Schlusssirene aus – ein womöglich sieg-
bringender Dreipunkter sprang wieder vom Ring zurück ins Feld. Nach der Aufholjagd war jedoch die Luft beim UBBC draußen. In der Overtime fixierten die Lions den Sieg.

„Wenn ich mit dem Gedanken nach Traiskirchen fahre, dass wir dort hoffentlich nicht wieder verlieren, ist klar, was passiert.“Franz Chwatal, Manager des UBBC Gmünd

Dass man noch immer auf Platz zwei steht hat man der Schwäche der Gegner zu verdanken, oder anders gesagt: der momentanen Topform von Tabellenführer Bruck, der am Wochenende auch die Sixers alt aussehen ließ. Das muss am Samstag auch dem UBBC gelingen. Da sind die Klosterneuburger, die eigentlich als Titelfavoriten gehandelt wurden, aktuell aber etwas straucheln, in Gmünd zu Gast. „Da müssen wir unseren Heimsieg vom Grunddurchgang wiederholen, dann sind wir wieder auf Kurs“, sagt Chwatal.

Für Gmünd spricht, dass man daheim in der Saison noch kein Spiel verloren hat und darüber hinaus vier der sechs noch ausständigen Spiele vor eigenem Publikum stattfinden. „Wenn wir die alle gewinnen, ist alles in Ordnung“, rechnet Chwatal vor. Das Ziel ist ein Top-4-Platz im Play-off, um ins Halbfinale aufzusteigen. Idealerweise als Erster oder Zweiter, um mit Heimrecht zu starten.