Linz war für Waldviertler eine Reise wert. Neongelbe Armada trumpfte in Oberösterreich auf, persönliche Bestzeit für Nicoletta Leidenfrost.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 17. April 2019 (01:12)

Nach Wien in der Vorwoche stand am Sonntag mit dem 18. Linz-Marathon gleich der nächste Klassiker auf dem Programm. Bei kühlen Temperaturen, aber perfekten Laufbedingungen waren insgesamt 19.400 Läufer am Start. Darunter auch wieder etliche Waldviertler.

Die volle Distanz gab sich dabei als einziger Bezirksläufer der LT-Gmünder Wolfgang Mayer, der die 42,2km in 3:44std bewältigte.

Traditionell stark besucht in Linz war der Halbmarathon. Dort ließ Nicoletta Leidenfrost mit einer starken Vorstellung aufhorchen. Die LT-Gmünderin stellte mit 1:30.58 eine neue persönliche Bestmarke auf und war im Ziel naturgemäß überglücklich. Die Formkurve für die bald beginnende Triathlon-Saison stimmt. Im Halbmarathon belegte sie in der Frauenwertung Gesamtrang 20, wurde in der Allgemeinen Klasse Neunte.

Leidenfrost führte dabei eine große Armada an neongelben Läufern in der oberösterreichischen Hauptstadt an. Auch Laufteam-Obmann Bernhard Bock zeigte, dass ihm als Ultralauf-Afficionado auch die kürzeren Distanzen noch liegen, finishte in 1:31. Zufrieden mit ihren Zeiten waren auch Manuel Feiler (1:36), Roman Wunsch (1:42) und Martin Stundner (1:45). „Es ist immer wieder schön, in Linz zu starten“, sagt Wunsch. „Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, viele Zuschauer sind dabei. Heuer waren die Bedingungen perfekt.“

Weiters finishten Armin Kollenz, Ulrike Katzenschlager, Michael und Marianne Leidenfrost den Staffelmarathon in 3:53std und absolvierte Robert Strondl den Viertelmarathon in 48:12min.

Medaillenregen für Waldviertler in Linz

Schon traditionell in Linz am Start ist auch der Angestellten-Betriebsrat der Firma Elk, Reinhard Poppinger, gleichzeitig Obmann des SC Zwickl Zwettl. „Ich war bereits zum 18. Mal in Linz im Halbmarathon am Start.“ Er laufe dort aber nie auf Zeit, sondern zum Genuss, wie er sagt. Daher waren die 1:55 im Ziel auch zweitrangig. „Es ist jedesmal wieder schön in Linz.“

Als Zwickl-Obmann konnte er in der oberösterreichischen Landeshauptstadt gleich Vereinskollegin Anna Holzmann gratulieren. Die Zwettlerin lief mit 3:07 im Marathon (neuntschnellste Frau!) nicht nur Personal Best, sondern holte damit auch Gold bei der in Linz ausgetragenen NÖ-Landesmeisterschaft. In der Staatsmeisterschafts-Wertung verpasste sie als Vierte nur knapp eine weitere Medaille.

Ebenfalls Landes-Edelmetall gab es für die LTU-Waidhofner Josef Filler und Siegfried Reiter als Zweiter und Dritter in der M55-Klasse. Rudi Cerny holte M45-Silber. Im Trio holten sie für den LC Waldviertel darüber hinaus den Vize-Landesmeistertitel in der Teamwertung.