Gmünder Samuel Schadler: Jetzt im eigenen Stall. Samuel Schadler (23) will nach der Rennpause mit seinem eigenem Team 400 Racing und mit einer neuen Zweitakter-KTM die Staatsmeisterschaft aufmischen.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 24. Dezember 2019 (02:34)
Auf eine erfolgreiche Zukunft. Der Gmünder Motocrosser Samuel Schadler (mit Lebensgefährtin Andrea Bröderbauer) startet mit einem eigenen Team durch.
Maximilian Köpf

Im ablaufenden Jahr ist es ziemlich ruhig geworden um Samuel Schadler – zumindest was Motocross anbelangt –, da der 23-jährige Gmünder damit beschäftigt war, sein Massagetherapie-Studio aufzubauen. 2020 will der einzige Staatsmeisterschaftspilot des Waldviertels auch im Motorsport wieder voll angreifen. Und lässt dafür gleich mit einer Reihe an Neuerungen aufhorchen.

Die größte ist die Gründung des „Team 400 Racing powered by ChiliGym“, sein eigenes Team, mit dem er künftig gemeinsam mit Mama Sabine und Lebensgefährtin Andrea Bröderbauer als Kernteam um Siege fahren möchte. „Dazu zähle ich aber auch alle Freunde und Verwandten, die mich immer unterstützen“, sagt Schadler. Für seine Unterstützer habe er schon länger mit einem Logo herumexperimentiert, um sie erkennbar zu machen. „Jetzt haben wir das gleich für ein eigenes Team genutzt.“

„Sie taugt mir einfach mehr, geht besser, schneller. Der Klang taugt mir. Ich war gleich wieder im Flow.“ Samuel Schadler über den Umstieg auf Zweitakter

Beim Honda Schmidinger-Team machte er in den vergangenen Jahren einen Sprung vorwärts, holte seine ersten ÖM-Punkte. Warum er nicht dabei blieb, liegt einerseits an der Verkleinerung des Teams, andererseits an seinem neuen Bike. Schadler ist nämlich zu KTM zurückgekehrt, fährt zudem wieder 250ccm-Zweitakter statt 450ccm-Viertakter.

Starts in ÖM, Auner-Cup & Landesmeisterschaft

„Es taugt mir einfach besser“, sagt er nach etwa 20 Trainingsstunden auf der Zweitakter seit Anfang November. „Sie geht besser, schneller. Der Klang taugt mir. Ich war gleich wieder im Flow. Vom Fahren bin ich jetzt schon wieder ziemlich auf dem Level vom Vorjahr.“ Vom Team musste er sich aber auch deshalb verabschieden – Honda baut keine 250ccm-Zweitakter.

Der Rennkalender umfasst für die kommende Saison drei Bewerbe. Neben der ÖM will er auch im Auner-Cup und der NÖ-Landesmeisterschaft starten. „Wobei sich ÖM und Auner-Cup oftmals überschneiden. Da werde ich die ersten Ergebnisse abwarten und dann schauen, auf welchen Bewerb ich den Schwerpunkt setze“, schildert der Gmünder. „Die Landesmeisterschaft will ich aber fix fahren. Da habe ich Chancen auf den Titel.“

Bei der Planung des Rennkalenders sei das eigene Team ein Vorteil, bemerkt Schadler: „Da habe ich natürlich keine Verpflichtungen, kann mir alles selbst einteilen.“ Nur finanziell ist es jetzt etwas anders. Die Schmiermittel-Unterstützung vom Schmidinger-Team fällt weg, die hofft er, auf anderem Weg zu bekommen. „Auch so läuft die Sponsorensuche noch“, erklärt Schadler.