Erstellt am 13. März 2018, 03:02

von Ingrid Vogl

Erfolgreicher Saisonauftakt für Christian Kromoser . Nach einem einmonatigen Trainingslager in Kolumbien präsentierte sich Christian Kromoser beim ersten Saisonwettkampf in toller Form und skatete aufs Podest.

Intensive Trainingseinheiten. In 110 Trainingsstunden legte Christian Kromoser (links) in Kolumbien insgesamt 800 Kilometer auf Skates und 1.100 Kilometer auf dem Rennrad zurück.  |  privat

30 Grad und eine starke Trainingsgruppe mit einigen WM-Medaillengewinnern und vielen Langdistanzlern. Das waren die Hauptgründe für Christian Kromosers einmonatigen Trainingsaufenthalt in Kolumbien. Bereits zum dritten Mal schlug der Waidhofner seine Zelte zur Saisonvorbereitung in Cali auf. „Es hat sich definitiv ausgezahlt, denn die Bedingungen in Österreich wären nicht optimal gewesen“, betont der 25-Jährige.

Dass im Trainingszentrum, das mit einem Landesleistungszentrum vergleichbar ist, in dem ausgewählte Athleten aus dem Umkreis von einer Fahrstunde trainieren, hohe Umfänge am Programm stehen werden, war dem Medizinstudenten bewusst. So absolvierte er in den 29 Trainingstagen insgesamt 110 Stunden in 55 Einheiten. Dabei spulte Kromoser 800 Kilometer auf Skates und 1.100 Kilometer auf dem Rennrad herunter. Am Bike saß er dabei meist ab 5 Uhr früh. „Da ist es vom Verkehr her besser und noch nicht so heiß. Außerdem wäre der Tag bei drei Einheiten sonst zu kurz geworden“, schmunzelt Kromoser.

„Der Tag wäre bei drei Einheiten sonst zu kurz geworden.“ Christian Kromoser über den Grund, warum er in Kolumbien bereits um fünf Uhr früh am Rennrad saß.

Nach dem perfekten Trainingsaufenthalt in Kolumbien und einer Regenerationswoche in Österreich geht Kromoser bestens vorbereitet und voller Optimismus in die neue Saison. Und er tut dies für ein neues Team. Gemeinsam mit seinem langjährigen Trainingspartner Jakob Ulreich und dem Slowenen Nejc Mavsar bildet Kromoser nun das Danuba Skate Team. „Die Unterstützung unseres Teams im letzten Jahr hat uns nicht so überzeugt. Deshalb wollten wir selbst ein Team aufstellen“, schildert Kromoser.

Die Athleten nahmen ihre bisherigen Sponsoren mit und freuen sich durch die Unterstützung der Wiener IT-Firma Danuba über ein gutes Reise- und Rollenbudget. Im heurigen Jahr besteht das Team vorerst aus drei Skatern, für die Zukunft wäre aber noch ein dritter Langdistanzler wünschenswert, erklärt Kromoser. Dass das Teamwork aber auch schon heuer funktionieren wird, davon ist der Mostviertler überzeugt. „Wir werden uns bei den Rennen gut verständigen, denn zwischen uns passt auch das Zwischenmenschliche. Wir sind gute Freunde.“

Perfekter Start. Beim ersten Rennen der Saison, einem Marathon in Treviso, stand Christian Kromoser (rechts) als Dritter gleich am Podest.  |  privat

Beim ersten Rennen der Saison am vergangenen Sonntag war Kromoser aber noch auf sich allein gestellt. Trotzdem verlief der Marathon in Treviso (Italien) für ihn ganz ausgezeichnet. Acht Runden waren auf einem schönen, aber aufgrund des Regens sehr rutschigen Kurs zu absolvieren. „Teilweise war das ein richtiges Herumeiern“, beschreibt Kromoser die schwierigen Bedingungen. In einem von Attacken geprägten Rennen setzte sich eine Dreiergruppe ab, in der sich auch Christian Kromoser befand. Auf Platz zwei fehlten letztendlich fünf Zentimeter. „Ein exzellenter Einstieg in die Saison“, freut er sich.