Jessica Pilz: Olympia ist immer präsent. Die Haagerin Jessica Pilz startete in Klagenfurt beim Heim-Europacup in Klagenfurt in die neue Saison. Nun wartet der Weltcupauftakt in der Schweiz. Vorbereitung auf Tokio läuft.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 14. April 2021 (02:57)
Gut lachen hatte Jessica Pilz bei der Pressekonferenz in Innsbruck vor dem Weltcupauftakt in der Schweiz. Zuvor gab es in Klagenfurt Rang drei.  Foto: privat
privat

Die lange Pause ist beendet. Der letzte Boulder-Weltcup ging im Juni 2019 über die Bühne, 2020 stand lediglich ein Lead-Weltcup in Briancon (FRA) auf dem Programm. KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein: „Es war für uns alle eine schwierige Zeit und in Hinblick auf die Motivation der Athletinnen und Athleten nicht immer einfach, vor allem wenn die Ziele wegfallen. Als Team haben wir das aber super gemeistert. Die Summer Series im letzten Jahr war für uns alle ein wichtiger Schritt. Die lange Vorbereitung ist gut gelaufen. Ich traue mich zu sagen, dass unsere Athletinnen und Athleten fit und definitiv bereit für den Auftakt sind.“

Die Athletinnen und Athleten können die ersten internationalen Bewerbe der Saison kaum erwarten. „Ich bin echt froh, dass es jetzt endlich wieder los geht. In den letzten Wochen hatten wir viele Selektionen und Simulationen, das macht definitiv Lust auf mehr. Das Thema Olympische Spiele ist natürlich schon jetzt sehr präsent. Es ist zwar nicht immer einfach, alle drei Disziplinen unter einen Hut zu bekommen, aber das konnten wir bis jetzt gut managen. Es ist in allen Bereichen etwas weitergegangen, vor allem im Speed. Da konnte ich mich auf über eine halbe Sekunde verbessern“, sagt Jessica Pilz, die Österreich gemeinsam mit Jakob Schubert bei der olympischen Premiere des Sportkletterns in Tokio vertreten wird.

Und beim Auftakt in Klagenfurt stellte Pilz ihre Wettkampferfahrung unter Beweis. Beim Boulder-Europacup in Kärnten schaffte es die Olympia-Fixstarterin Pilz als Halbfinal-Sechste gerade noch ins Finale der besten Sechs, zeigte dann aber, wieso sie zur Weltspitze zählt: Mit zwei Tops lag sie lange auf Kurs in Richtung Heimsieg, erst beim letzten Boulder, der ‚Platte‘, lief es nicht nach Wunsch.

Am Ende überwog die Freude über Platz drei hinter den beiden Französinnen Mailys Piazzalunga und Flavy Cohaut: „Im Finale war es wieder um einiges besser, im Semifinale war es nicht optimal. Das gibt Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben, abgesehen von der ‚Platte‘ habe ich mich sehr gut gefühlt. Die ‚Platte‘ und ich werden keine Freunde mehr, da muss ich im Training einfach noch mehr investieren. Grundsätzlich war es sehr wichtig, wieder in den Wettkampfmodus zu starten.“