Plastik im Blickpunkt. Nach Platz fünf im Vorjahr starten die Amstettner Damen mit Optimismus in die neue Saison. Und mit neuen Bällen aus Plastik.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 01. September 2014 (10:13)
Vorfreude auf die neue Tischtennissaison. Die Amstettner Bundesligaspielerinnen Sylvia Fuchs, Lena Hartl und Claudia Steinbacher (v.l.n.r.) starten gemeinsam mit Topspielerin Magdalena Zehetner am 13. September mit dem Cupbewerb ins neue Spieljahr. Foto: Kovacs
NOEN, Kovacs
Im Vorjahr durfte die junge Amstettner Truppe mit Rang fünf über einen Spitzenplatz in der 2. Bundesliga jubeln. Die eine oder andere Überraschung, die man im Vorjahr noch liefern konnte, wird heuer aus zweierlei Gründen schwieriger. Zum einen ist man auf die Amstettnerinnen aufmerksam geworden und wird sie nicht mehr unterschätzen, zum anderen haben sich alle anderen Teams verstärkt, weiß Obmann Helfried Blutsch.

Die Amstettner Damen, die ihr Team unverändert ließen und mit Magdalena Zehetner, Sylvia Fuchs, Claudia Steinbacher und Lena Hartl antreten werden, starten am 13. September mit dem Cupbewerb in die neue Saison. „Da müssen alle Mannschaften mitspielen und es geht um Bonuspunkte für den Grunddurchgang“, betont Blutsch.

Beim Cup darf man die Ballart noch wählen 

Die neue Bundesligasaison bringt auch eine gravierende Neuerung mit sich: ein neues Spielgerät. Der herkömmliche Zelluloidball wird durch den Plastikball ersetzt. Beim Cup ist der neue Ball aber noch nicht verpflichtend.

„Bis zu 45 Minuten vor Spielbeginn können sich die Mannschaften darauf einigen, dass sie mit den alten Bällen spielen. Man muss daher mit beiden Bällen fit sein. Das ist eine typisch österreichische Lösung“, ist Helfried Blutsch mit der halbherzigen Einführung des neuen Balles nicht gerade glücklich.

Die Spieler hatten zudem auch wenig Zeit, sich auf den Plastikball wirklich einzustellen. „Das Problem war, dass man bis Juli noch keine neuen Bälle bekommen hat“, kritisiert Blutsch. Dass der Plastikball nicht gleich hoch springt wie der Zelluloidball, haben die Amstettner bereits getestet.

Die Bundesligadamen kommen mit dem neuen Spielgerät aber dennoch gut zurecht. „Sie haben gemeint, dass der Unterschied nicht so dramatisch ist“, erklärt Blutsch.


Hintergrund:

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Helfried Blutsch, Obmann des ESV Amstetten, mit den neuen Bällen, die ab heuer in der Bundesliga zum Einsatz kommen. Der Plastikball ersetzt den herkömmlichen Zelluloidball.

Grund für die Umstellung ist die umweltschonendere Produktion der Plastikbälle. Profispieler äußerten sich kritisch, da die Plastikbälle ein anderes Sprungverhalten aufweisen und man damit weniger Spin erzeugen kann.