Vom Pech verfolgt. Beim Europacup in Gera kam Christian Kromoser erneut zu Sturz. Diesmal verletzte sich der Neuhofner an der Hüfte.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 19. Mai 2014 (10:23)
NOEN
Voller Optimismus blickte Christian Kromoser dem Wettkampfwochenende in Deutschland entgegen. Die Schmerzen im Knie waren plötzlich verschwunden, der Neuhofner daher wieder guten Mutes, in Gera die Qualifikation für die EM schaffen zu können. Doch es kam wieder einmal anders.

Übermotivierter Start ins Punkterennen

Kromoser eröffnete den Europacup am Freitag mit einem passablen 300 Meter-Rennen. „Es war okay. Nicht schlecht, nicht gut, normal“, fasste er den Auftakt zusammen.

Beim Punkterennen startete er zu intensiv und übermotiviert und beendete das Rennen mit einem Punkt. Zu wenig für das erste Viertel im Klassement, das für eine EM-Teilnahme notwendig ist.

„Mit drei Punkten hätte ich die EM-Quali geschafft“, ärgerte sich der Medizinstudent über die verpasste Chance. Über 500 Meter schrammte Kromoser wie schon zuletzt um einen Platz am Aufstieg in die nächste Runde vorbei.

Wieder unschuldig zu Sturz gekommen

In der Elimination wollte der 21-Jährige dann noch einmal richtig durchstarten. Er fuhr ein super Rennen und war hervorragend platziert, als direkt vor ihm zwei Athleten stürzten. „Ich bin drübergeflogen, aufgestanden und weitergefahren. Aber bis zur nächsten Elimination habe ich es nicht mehr geschafft, das Loch zur Gruppe zuzufahren. Fünf Meter haben gefehlt“, war Kromoser sauer, denn in dem Rennen wäre viel möglich gewesen.

Was blieb, war ein geschwollener Ellenbogen und eine angeschlagene rechte Hüfte, die das Stiegensteigen zu einer ziemlich schmerzhaften Angelegenheit machte. Den Marathon in Koblenz, bei dem Kromoser am Sonntag an den Start gehen wollte, hatte er eigentlich schon abgeschrieben.

Erneuten Crash vermieden: „War verdammt knapp“

Irgendwie schaffte es der Neuhofner aber, halbwegs fit zu werden und er stand wie geplant an der Startlinie. Eine brenzlige Situation gab es auch hier zu meistern. Wieder kam ein Konkurrent vor ihm zu Sturz. „Diesmal bin ich drübergesprungen, aber das war verdammt knapp“, entging Kromoser nur knapp einem neuerlichen Sturz. Trotz Schrecksekunde sorgte er in der Schlussphase des Marathons für Furore.

Da sich ein Massensprint abzeichnete, riskierte der Mostviertler 700 Meter vor dem Ziel einen Alleingang, wurde aber 200 Meter vor Ende des Rennens noch geschnappt. „Ich bin zufrieden, dass ich das probiert habe. Es war ein cooler Versuch und er hätte auch aufgehen können.“