Weilguny bleibt Siegtor zum Abschied verwehrt. Der 25-jährige St. Pöltner Flügel beendet wegen seines Studiums zu früh seine Sportlerkarriere. Letztes Saisonspiel endet Remis.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. Mai 2019 (01:36)
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Nico Weilguny tankte sich am Flügel im Finish immer wieder durch, wollte sein Abschiedsspiel vor seinem ganz persönlichen Fanklub sichtlich nicht verlieren. Den Matchball vergab er aber. Sein Karrierehighlight bleibt der Aufstieg mit den St. Pöltnern in die damalige HLA.

Lange Zeit gaben die Hausherrn beim letzten Saisonspiel daheim im Sportzentrum NÖ den Ton an. Zwar gelang es nie, den Nachzügler aus der Obersteiermark, der mit einem neuen Trainer um seine letzte Chance auf das Heimrecht in den Relegationsspielen gegen Kärnten gekämpft hat, abzuschütteln, doch dank ihres erneut überragenden Tormanns Marc Hübner waren die Frey-Schützlinge in der gut besuchten Halle lange Zeit auf der Siegerstraße.

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Falken-Obmann Michi Kögl mit Nico Weilguny bei dessen Abschied.

Schon die U 20 hat mit ihrem 45:27-Sieg und der anschließenden Meisterfeier die Stimmung entsprechend angeheizt, auch Landesverbandspräsidenten Johannes Hammer und Markus Riedlmayer vom Liga-Haupt-Sponsor Spusu waren wegen der Ehrung vor Ort.

Danach folgte ein flottes Spiel im „Hauptprogramm“, bei dem diesmal auch auf beiden Seiten die Chancen ordentlich genutzt werden. Nach nur elf Minuten stand es bereits 5:6. Erst in der 15. Minute gingen dann die Falken erstmals in Führung und Coach Frey setzte verstärkt den Nachwuchs ein. Doch am Spielverlauf änderte sich nichts. Bei 13:11 konnte die Führung erstmals auf zwei Tore ausgebaut werden — Halbzeitstand 17:15.

Und die Heimischen kamen danach auch besser aus der Kabine, die Gäste hatten offenbar noch nicht verdaut, dass die Kärntner in bad Vöslau sensationell mit 17:11 führten. Damit benötigten sie unbedingt einen Sieg!

Spiel wogt im Finish hin und her

Durch Unachtsamkeiten in der Falken Abwehr können die Gäste Tuchfühlung halten. Und ab dem 21:19 ist es Hübner, der St. Pöltner mit seinen Paraden im Spiel hält. Trotzdem kann er nicht verhindern, dass es zum 22:22-Ausgleich kommt. Und dann gehen sogar wieder die Steirer in Führung. Mit zwei sensationellen Tempogegenstöße bringt aber Nicolas Weilguny in seinem allerletzten Spiel die Falken zurück. Der 25-jährige beendet wegen seines Studiums der technischen Physik frühzeitig seine Karriere und wird nochmals zum „Man of the Match“ gekürt. Der ganz große Triumph bleibt ihm aber verwehrt. In der Schlusssekunde setzt er den Ball nach einer erneut tollen Einzelleistung an die Stange, der Nachschuss von Pfaffinger zählte nicht mehr, was zu großen Diskussionen führte. Der Endstand von 33:33 ist aber bei diesem ausgeglichenen Spiel fair. Beste Werfer der Falken war Oldie Peter Schildhammer mit sieben Treffern.