Pleite vor Highlight für Panthers. 2:3-Bundesliga-Heimniederlage kann die Vorfreude der Panthers aufs Cup-Final-Four am Freitag in Graz nicht trüben.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 19. Februar 2019 (02:16)
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Coach Manuel Leitgeb (l.) hat mit dem Neulengbacher Christoph Schrenk (r.) vor dem Cup-Final-Four einen Aufspieler aus der Volleyballpension geholt.

Am Samstag empfingen die Panthers im letzten Spiel des Grunddurchgangs die Gäste vom PSV in der HTL. Während die USP bereits seit letzem Wochenende fix im Meister-Play-off steht, benötigten die Salzburger unbedingt einen Sieg, um auch dort anzukommen. Gepusht von frenetischen 150 Fans, die den zweiten Play-off-Einzug in Folge feierten, konnte sich die Leitgeb-Truppe den ersten Satz mit 25:17 klar sichern.

Aber Salzburg kam im zweiten Satz auf Touren. Die Hausherren mussten die Sätze zwei und drei jeweils mit 23:25 abgeben. Auch der vierte Satz lief schleppend an. Doch vor allem Christian Karlin stemmte sich gegen die Niederlage. „Er war perfekt in der Annahme und lieferte wuchtige Angriffe aus jeder Position“, lobt Coach Manuel Leitgeb, bei dem es selbst nicht wie gewohnt lief. Die St. Pöltner retteten sich aber mit einem 25:20-Satzsieg in einen fünften Durchgang.

„Heuer war das unsere Domäne, aber man hat gesehen, dass die Salzburger den Sieg benötigten“, erzählt Leitgeb. Bei den St. Pöltnern, die schon in der Cupvorbereitung stecken, und den Kader aufgestockt haben — Aufspieler Christoph Schrenk wurde aus der Volleyballpension geholt — war die Luft draußen, obwohl die Halle wieder kochte. Salzburg schmiss alles rein, was an Kraft noch da war – 6:15 lautete der doch klare Endstand in Satz drei.

„Es war ein harter Kampf, in dem wir kein schlüssiges Verteidigungskonzept gefunden haben und in dem wir uns durch Eigenfehler geschwächt haben“, bedauert Leitgeb. „Vor so einer Kulisse sollte das nicht passieren“, entschuldigt er sich, sieht aber auch das Positive: „Wir stehen im Meister-Play-off und bleiben damit sicher in der 2. Bundesliga.“

Saisonhighlight ist nun das Cup-Final-Four in Graz. Sollte St. Pölten am Freitag um 14 Uhr im Derby gegen Amstetten eine Überraschung schaffen, würde man am Samstag im Finale (live in ORF Sport+) stehen. Doch die Mostviertler sind seit vier Jahren im Cup ungeschlagen. „Allein der Einzug ins Final-Four ist der größte Erfolg in der Klubgeschichte und eine Sensation. Wir werden alles versuchen, um für noch eine Überraschung zu sorgen“, verspricht Leitgeb.