Meisterschaftsstart für Hollabrunner rückt näher. Die Hollabrunner Wild Hogs starten am Samstag in die neue Saison und fiebern der geplanten Vergrößerung der Kunsteisbahn – und damit regulärem Spielbetrieb – entgegen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 15. Januar 2020 (02:41)
Freuen sich, dass es endlich losgeht: Wolfgang Engel (li.) und Friedrich Dechant (re.) mit den Youngsters Marco Wolf, Thomas Teufner, Max Zimmermann und Josef Strieg.
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Am Samstag ist es wieder so weit, die neue Saison für die Hollabrunner Wild Hogs startet. Ab 18.15 Uhr geht es auf der Kunsteisbahn in Hollabrunn los, zunächst spielt der Nachwuchs (Anm.: acht bis zwölf Jahre) gegen die Garser Pinguins, dann die Kampfmannschaft.

Kader mit eigenem Nachwuchs verjüngt

Insgesamt fünf bis sechs Spiele werden die Hollabrunner in diesem Winter absolvieren, ab dem nächsten Jahr könnten es mehr sein. Denn 2021 soll die Kunsteisbahn endlich verlängert werden, damit die Wild Hogs in den Meisterschaftsbetrieb einsteigen können. So steht es zumindest im Budget der Stadt gemeinde (Anm.: die NÖN berichtete). Bisher fehl(t)en zwischen 15 und 20 Metern, weshalb nur Freundschaftsspiele in der Bezirkshauptstadt ausgetragen werden können.

„Ich hoffe, das ändert sich nicht mehr. Für die Zukunft des Vereins wäre das enorm wichtig“, weiß Cheftrainer Friedrich Dechant. Denn erstens gehen die besten Spieler dann nicht mehr – u.a. in Richtung Stock erau – flöten, und zweitens kann man auch dem Nachwuchs eine länger fristige Perspektive bieten. Dass sich in Hollabrunn etwas tut, beweist ein Blick auf den Kader.

Gemeinsam mit ihren Nachwuchstrainern Wolfgang Engel und Dechant fiebern beispielsweise die Youngsters Marco Wolf, Thomas Teufner, Max Zimmermann (seit 2018/19 bei den Erwachsenen) und Josef Strieg (seit heuer) dem ersten Heimspiel entgegen. Für Dechant sind die vier der lebende Beweis, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt: „Alle vier Spieler sind mit vollem Einsatz dabei, charakterlich top und keine Ergänzungsspieler. Sie unterstreichen zusätzlich das Potenzial und die Notwendigkeit einer großen Eisfläche in Hollabrunn.“

NÖ-Landesliga als eine Option für die Zukunft

Derzeit kann der Coach auf ca. 20 Spieler zurückgreifen, dazu kommen noch einmal 20 im Nachwuchs, alles in allem eine gute Basis, um den Eishockey-Standort Hollabrunn im Weinviertel auf breitere Beine zu stellen und zukunftsfit zu machen. Wo soll es überhaupt hingehen, wenn ein Meisterschaftsbetrieb endlich möglich ist?

„Entweder in die NÖ-Landesliga oder in eine Hobbyliga, die aber hauptsächlich in Wien ausgetragen wird. Das wird dann eine Entscheidung sein, die hauptsächlich von den Spielern abhängig sein wird“, weiß Dechant. An der Konkurrenzfähigkeit hat man keine Zweifel, gegen NÖ-Landesligist Zwettl machten die Wild Hogs im Vorjahr eine gute Figur. Nach dem Heimspiel gegen die Garser wartet dann im Februar das Saisonhighlight, nämlich das große Bezirksderby gegen die Retzer Ice Lions.

Die Hollabrunner haben sich auch in der Nachwuchsarbeit weiter professionalisiert und mit Jan Vlasin einen tschechischen Nachwuchstrainer aus Znaim engagiert. Der 33-Jährige ist unter anderem als Betreuer bei der Unter-16-Mannschaft des EBEL-Spitzenklubs Orli Znojmo aktiv.