Karate: Hollabrunner Sporthalle wurde zu Dojo. Beim Jundokan Gasshuku Austria war Hollabrunn für vier Tage der Nabel der Karate-Welt. Fünf Großmeister aus Okinawa optimierten mit 180 Karateka die japanische Kampfkunst.

Von Ulrike Grünauer. Erstellt am 23. Juli 2019 (11:51)

Der Dresscode in der Hollabrunner Sporthalle war vier Tage lang von schwarzen Gürteln geprägt, als sich 180 Karateka aus 19 Ländern von vier Kontinenten zum Jundokan Gasshuku Austria versammelten und im Sporthotel Hollabrunn nächtigten. Organisiert wurde dieses Kampfsport-Event von Friedrich Gsodam (9. Dan und höchster Meister in Jundokan in Österreich), der Hollabrunnerin Manuela Fischer (7. Dan), HTL-Direktor Wolfgang Bodei und Studentenheim-Leiter Karl Schörg.

Aber warum wurde gerade Hollabrunn nach Weltstädten wie Paris und Lissabon als Standort auserkoren? „Durch Vertrauen in mich“, betonte Gsodam. Vergangenes Jahr fand das Gasshuku in Warschau statt, wo die Bezirkshauptstadt von Jundokan International als Austragungsort 2019 gewählt wurde.

Fünf Großmeister aus der japanischen Präfektur Okinawa, der Geburtsstätte des Karate, rund um Kancho Yoshihiro Miyazato trainierten in der Sporthalle in drei großen Gruppen die Teilnehmer. Weiters wurden von einigen Karateka am Sonntag Dan-Prüfungen abgelegt, um einen höheren Grad zu erreichen.

Die internationalen Gäste waren auch vom Rahmenprogramm, bestehend aus Sightseeing in Wien oder einem kleinen Fest in der Sitzendorfer Kellergasse mit regionalen Spezialitäten, sehr angetan.