UHC Hollabrunn: Mit dem letzten Wurf ins Glück. Alen Markovic schoss den UHC Hollabrunn vier Sekunden vor der Schlusssirene zum Heimsieg, und Ausgleich in der Halbfinalserie, gegen die HSG Bärnbach/Köflach.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 31. Mai 2019 (07:58)

Wer dachte, alles an Emotionen in der Weinviertel-Arena schon im Halbfinale gegen den HC Bruck erlebt zu haben, der wurde am Mittwochabend eines Besseren belehrt. In einer bummvollen Halle, wo von der ersten Minute an ohrenbetäubender Lärm herrschte, hielt es keinen der knapp 1.000 Zuschauer auf den Sitzen als Legionär Markovic nach 59:56 Minuten das entscheidende 30:29 für die Hollabrunner warf. Damit steht es in der Best-of-three Serie  um den HLA-Aufstieg 1:1, die endgültige Entscheidung darüber, wer in Österreichs oberste Spielklasse aufsteigen wird, fällt damit am Samstag in der Weststeiermark. UHC-Manager Gerhard Gedinger war überglücklich: „Wir haben den Sieg mehr gewollt.“

In einer hochkarätigen, temporeichen Partie, erspielten sich die Weinviertler in ihrer Weinviertelarena zur Pause einen kleinen 19:16-Polster. Nur wenige Minuten nach Seitenwechsel stand es aber bereits wieder 20:20. Bis zur letzten Sekunde blieb das Spiel offen, Hollabrunn brach nach dem Treffer von Markovic  vor Spielende bereits in Jubel aus, weil man glaubte die Uhr sei abgelaufen. Doch Bärnbach/Köflach Coach Milan Vunjak vertagte die Entscheidung um drei Sekunden dank seines letzten Timeout. In diesen wenigen Augenblicken zitterte sich Hollabrunn schließlich zum Endstand.

„Jetzt haben wir einen mentalen Vorteil und wollen am Samstag den ganz großen Wurf schaffen“, hofft Gedinger, dessen Mannen mit zwei Fanbussen und wahrscheinlich von 150 Fans nach Bärnbach begleitet werden. „Bei uns waren alle steirischen Fans in Rot gekleidet, jetzt wird es eine schwarze Wand aus Hollabrunn geben.“