Kuttner wieder die schnellste Frau des Landes. Die Hollabrunnerin Birgit Kuttner (34) ist auf dem besten Weg, ihren Titel der Zoneneuropameisterschaft aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 24. Juli 2019 (02:45)
Birgit Kuttner in Tschechien zwei
Verlor nicht die Bodenhaftung: Trotz schwierigen Wetters schaffte es

Guter Laune war das Hollabrunner Rallycross-Ass Birgit Kuttner nach ihrer Rückkehr aus Tschechien. Nach zwei zweiten Plätzen in den beiden Läufen der Zoneneuropameisterschaft ist die Weinviertlerin auf einem sehr guten Weg, ihren Vor jahrestitel zu verteidigen. „Auch wenn ich jetzt den halben Tag damit beschäftigt bin, mein Auto zu waschen“, wie Kuttner der NÖN am Montagmittag augenzwinkernd verriet.

Tag zwei als „Regenschlacht“

Das lag daran, dass es der Wettergott in Sedlčany nicht immer gut meinte. Am ersten Tag war es noch trocken, was die 34-jährige Hollabrunnerin dazu nutzte, in beiden Trainings und einem Vorlauf die Schnellste zu sein. Tag zwei war dann eine „Regenschlacht“, so Kuttner, die damit ihre Probleme hatte: „Es hat unglaublich geschüttet und ich habe mich nicht wirklich zurechtgefunden.“ Trotzdem zog sie als Erste ins Finale ein, musste sich dort aber einem tschechischen Fahrer geschlagen geben.

Dennoch baute die Honda-Pilotin ihren Vorsprung in der Gesamtwertung damit auf über 30 Punkte aus, da sie bereits eine Woche zuvor in Sosnová, ebenfalls Tschech ien, auch Zweite wurde. Dadurch rückt der erneute Gesamtsieg wieder in greifbare Nähe.

Kuttner weiß, was noch benötigt wird: „Wenn ich beim nächsten Lauf im ungarischen Máriapócs unter die Top-drei komme, dann ist alles klar.“ Und sie würde sich die weite Reise zum letzten Lauf im italienischen Maggiora er sparen. „Zwar lieben mich die Leute dort, aber die Kosten für die Reise sind extrem, alleine die Maut brennt mich aus.“ Bis dahin wird ihr Auto gewartet, die österreichischen Meisterschaftsläufe in Fuglau, Melk und Greinbach wird sie auslassen bzw. nur als Zuschauer vor Ort sein.