Hollabrunner radelte auf Glockner: „Bist am Limit“. Der Hollabrunner Franz Weninger (30) war Teil der Ö3-Staffel, die bei der Ö3 Wecker-Glocknerchallenge nur knapp am Glocknerkönig 2019 – Ben Hermans – scheiterte.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 17. Juli 2019 (01:49)
Ö3
Stolz. Der Hollabrunner Hobbyradfahrer Franz Weninger.

„Keine Gnade für die Wade!“ – so lautete das Motto der Ö3 Wecker-Glocknerchallenge. Zehn Hobby-Radfahrer wollten letzte Woche die 13 Kilometer lange Strecke bergauf von der Mautstation Ferleiten bis zum Ziel am Fuscher Törl schneller bestreiten als der Glocknerkönig der aktuellen Österreich Rundfahrt – unter anderem der Hollabrunner Franz Weninger.

„Ich habe mich über die Ö3-Homepage beworben, dort musste ich auch meine Erfolge angeben. Die sind allerdings bescheiden (lacht)“, erklärt Weninger, der unter anderem unter die Top-200 des berüchtigten Ötztaler Radmarathons kam. Dennoch wurde er genommen. Die Ö3-Staffel startete eine Stunde vor den Profis und jeder fuhr ca. 1,3 Kilometer.

Am Ende stand eine sensationelle Schlusszeit von 48 Minuten und 16 Sekunden – die achtschnellste Zeit in der 71-jährigen Tourgesch ichte. Trotzdem verloren sie die Ö3-Wecker-Glocknerchallenge, denn der Glocknerkönig 2019 – Ben Hermans aus Belgien – bezwang die Strecke mit einer unglaublichen Auffahrtszeit von 46:01:34 Minuten.

„RAAM“-Sieger Strasser als großer Motivator

„Das finde ich unvorstellbar. Ich traue mir knapp eine Stunde zu, allerdings frisch und ausgeruht und nicht mit mehreren Etappen in den Beinen“, staunte der Hollabrunner. Weninger selbst war mit seiner Leistung zufrieden: „Ich habe zwar nicht das allersteilste Stück erwischt, aber mit zehn Prozent war es doch sehr knackig gewesen.“

Für den 30-jährigen gebürtigen Nappersdorfer war es auf den letzten Metern auch Kopfsache: „Du bist wirklich am Limit, im Ziel war ich komplett fertig, vor allem meine Lunge hat es ordentlich durchgeputzt.“

Dafür wurden Weninger und Co. belohnt: Neben Präsenten standen die Hobbysportler mit Hermans auf dem Podest und wurden das ganze Rennen über vom sechsfachen „Race Across America“-Sieger Christoph Strasser betreut. „Das war ein Riesenerlebnis, er hat jeden von uns angefeuert und Tipps gegeben“, schwärmte der Weinviertler, der übrigens der NÖN einen interessanten Zusatzfakt verriet: „Vor einigen Jahren war ich schon bei der Ö3-Marathonchallenge dabei, als wir beim Vienna City Marathon in der Staffel so schnell wie der Sieger hätten laufen sollen. Das hat aber auch nicht geklappt (lacht).“

Ötztaler Radmarathon wird "org"

Welche Ziele hat der Lehrer der NMS Wullersdorf für die Zukunft? „Anfang September bestreite ich erneut den Ötztaler Radmarathon, das wird wieder eine orge Geschichte.“ Der Radmarathon hat eine offizielle Länge von 238 km und führt über 5.500 Höhenmeter, inklusive vier Hochalpenpässe, zu deren Bewältigung die Fahrer zwischen rund sieben und 14 (!) Stunden benötigen.