Triathlet Stephan Steininger: Mit den Genen der Eltern. Stephan Steininger (29) vom LURS Maissau will 2018 erneut das Ticket für den Ironman auf Hawaii lösen. Das Talent zum Ausdauersport wurde ihm dabei in die Wiege gelegt.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 28. Februar 2018 (02:35)
Peter Sonnenberg
„Da will ich wieder hin!“ Stephan Steininger mit seiner Hawaii-Startnummer von 2017.

Stephan Steininger ist der erfolgreichste Sportler des LURS Maissau. Im letzten Jahr sorgte er mit der schnellsten Radzeit eines Österreichers beim Ironman auf Hawaii für Aufsehen. Für 2018 hat er auch ein großes Ziel: Erneut das Ticket für das Mekka des Ausdauersports lösen. Allerdings erst für 2019. Im großen NÖN-Interview erklärt der 29-jährige gebürtige Maissauer, warum.

NÖN: Sie sind schon mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Welche Ziele haben Sie für 2018?

Stephan Steininger: Erstes High light wird der Ironman 70.3 in St. Pölten; der absolute Saisonhöhepunkt dann der Ironman in Vichy in Frankreich im August. Dort will ich in absoluter Topform sein und das Ticket für Hawaii 2019 lösen. Das ist auch die erste Möglichkeit dafür. Gelingt das, habe ich ein Jahr Vorbereitungszeit, um mich im Vergleich zum Vorjahr (Anm.: 9:39 Stunden) noch ein wenig zu steigern.

Was Ihre Leistungen besonders beeindruckend macht, ist die Tatsache, dass Sie Vollzeit berufstätig sind. Wie geht sich das alles aus?

Steininger: Nur solange ich keine Familie habe (lacht). Ich arbeite Vollzeit bei der LGT (Anm.: Liechtensteiner Finanzunternehmen) und trainiere 15 Stunden in der Woche. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für andere Hobbys.

Dabei wurde Ihnen das Talent quasi in die Wiege gelegt?

Steininger: Genau, mein Vater war schon ein erfolgreicher Ausdauersportler und meine Mutter in der Leichtathletik unterwegs. Also ich glaube, ich habe die Gene von meinen Eltern.

Wie würden Sie Ihre Stärken und Schwächen beim Triathlon einschätzen?

Steininger: Ich bin sehr ehrgeizig und habe überhaupt kein Problem, meinen inneren Schweinehund zu besiegen. Was die drei Teildisziplinen angeht: Auf dem Rad passt es sehr gut, das Laufen auf der anderen Seite ist nicht so meine Sache. So ein Marathon zum Abschluss kann schon ewig lange sein.

Dafür dürften Sie ein Naturtalent beim Schwimmen sein?

Steininger: Ich habe zwar einen Kurs gemacht, aber von klein auf die Technik erlernt, sei es in Ravelsbach oder bei der Oma im Pool (lacht).