U18-Spieler Auer: Feuertaufe gegen Profis. Sebastian Auer aus Hollabrunn gab am vergangenen Wochenende aufgrund des Ausfalls von Legionär Tomas Janci überraschend sein 2. Bundesligadebüt für die Sierndorfer.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 21. November 2018 (02:44)
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Das junge Sierndorfer Bundesligateam: Sebastian Auer (r.) mit AndreasHammerschmid und Martin Kinslechner (l.).

Gegen den 2. Bundesliga B Tabellenführer Pottenbrunn trat Allianz Tulln-Sierndorf in einer ungewöhnlichen Besetzung an. Anstelle der Sierndorfer Nummer eins, Tomas Janci, stand plötzlich der U18-Spieler Sebastian Auer aus Hollabrunn in der Bundesliga-Aufstellung der Sierndorfer.

Janci laboriert seit Wochen an einer schmerzhaften Entzündung im Ellbogen und musste sich noch schonen, um in den letzten beiden Runden am kommenden Wochenende in Tulln gegen Kapfenberg und Feld kirchen/Puch wieder fit zu sein. Sportlich konnte ohne ihn den starken Pottenbrunnern nichts entgegengesetzt werden.

„Da gehört auch etwas Mut und Coolness dazu“

In Summe gab es eine zu erwartende glatte Niederlage. Überraschend positiv präsentierte sich der junge Auer bei seinem Bundesliga-Debüt. Selbstverständlich gibt es sehr viel zu lernen, wenn man gegen Profis wie Fixl oder Weinstein antreten darf. Streckenweise zeigte sich aber, dass Auer gerade im Blockspiel sehr stark ist.

„Das sind dann schon Erfahrungen, die man für Sebastians Spielentwicklung verwerten kann“, freut sich Obmann Albert Wilder über das Gezeigte seines Youngsters. „Da gehört auch etwas Mut und Coolness dazu, um in Pottenbrunn, erstmals vor Zuschauern, gegen so Topleute zu spielen, wenn man selbst noch nie höher als 1. Klasse gespielt hat.“ Und was sagt Auer selbst?

„Es war ganz cool zu spielen. Ein bisschen nervös war ich, aber nicht mehr, als wenn ich 1. Klasse spiele.“ Was sind seine Ziele im Tischtennis? Hat der Bundesligaeinsatz etwas verändert? „Ich würde schon gerne stärker werden und einmal später vielleicht selbst Bundesliga spielen.“

Was Wilder noch hinzufügt: „Dazu kommt, dass Sebastian der jüngste Sierndorfer Bundesligaspieler in der Vereinsgeschichte ist.“ Das sollte ihm Selbstvertrauen geben.