Helena Nics: „Spaß mit den Mädels fehlte“. Torfrau Helena Nics vom UHC Hollabrunn über Corona, den tollen Mannschaftsgeist und warum sie mehr Unterstützung fordert.

Von Teresa Bruckner. Erstellt am 17. Juni 2020 (05:38)
Halt, an mir gibt es kein Vorbeikommen! UHC-Torfrau Helena Nics ist eine der Hollabrunner Leistungsträgerinnen und freut sich schon, wenn es endlich wieder losgeht.
Robert Simperler

Während es bei den Bundesligaherren des UHC Hollabrunn viel Bewegung im Kader gab, ist es bei den Damen eher ruhig. Grund genug, bei Torfrau Helena Nics nachzufragen, wie sie die letzten Monate so erlebt hat.

NÖN: Wie war die Corona-Pause und wie haben Sie sich fit ge halten?

Helena Nics: Wir haben am Anfang immer Workouts von unserem Co-Trainer bekommen. Außerdem haben wir dann auch Zoom-Workouts gemeinsam gemacht. Jetzt haben wir einen Trainingsplan von Vanessa (Anm.: Kraft). Sie hat ja ihren Bachelor in Sportwissenschaft gemacht und uns gemeinsam mit dem Trainer einen tollen Plan zusammengestellt. Die meisten von uns sind aber eh selber sehr aktiv, mit Laufen, Radfahren und Fitnesscenter. Was als Team schwierig war, wenn man sich nicht so oft sieht: Wir haben uns echt vermisst. Vor allem der Spaß mit den Mädels, der ist mir sehr abgegangen.

Wie war bzw. ist generell die Stimmung in der Mannschaft?

Nics: Es waren natürlich alle ein bisschen enttäuscht über den Saisonabbruch, aber wir sind topmotiviert für die nächste Saison. Wir haben unser Ziel, das Obere Play-off, ja nicht erreicht, aber haben jetzt schon mit der Vorbereitung begonnen und wollen es nächstes Jahr unbedingt hinkriegen.

Was nimmt sich ihre Mannschaft vor, um nächste Saison besser zu sein?

Nics: Derzeit arbeiten wir vor allem an der Kraft, weil wir immer noch alleine oder in kleinen Gruppen trainieren. Wir hätten sicher – wenn wir die Saison fertiggespielt hätten – noch ein paar Sachen dazulernen können. Und dann im Unteren Play-off ein bisschen Routine sammeln können. Aber daran werden wir im Sommer hart weiterarbeiten.

Gibt es trotzdem etwas Positives, das Sie aus der langen Pause mitnehmen können?

Nics: Ich glaube, für uns ist es schon ein bisschen ein Restart. So eine kleine Pause ist für den Kopf nicht schlecht. Für mich persönlich war es auch gut, weil ich im März in den Job gestartet bin und die paar Stunden mehr zum Ausruhen waren ganz an genehm. Viele haben außerdem so kleine Wehwehchen, die sie schon lange mitziehen und jetzt gut auskurieren können. Was ich aber schon sagen muss: Die Herren sind halt im Verein immer im Vordergrund und wir würden uns schon ein bisschen mehr Unterstützung wünschen, weil wir eine sehr junge Eigenbaumannschaft sind.