Bisamberg-Cheftrainer Großmann muss gehen. Der Vertrag des bisherigen Cheftrainers der Sportunion Bisamberg, Torsten Großmann, wurde nicht mehr verlängert. Die Spielgemeinschaft bleibt trotzdem bestehen.

Von Teresa Bruckner. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:24)
Robert Simperler
Hatte viel Arbeit. Torsten Großmann.

Eine turbulente Saison liegt hinter der Spielgemeinschaft Bisamberg/Hollabrunn: Die Damen stiegen nach ihrer Premierensaison in der AVL Women sofort wieder ab, die Herren holten sich den Landesligameistertitel und steigen somit in die 2. Bundesliga auf. Zudem zeigt der Nachwuchs, dass er zu den Besten Österreichs zählt. Für den Sportlichen Leiter, Torsten Großmann, gab es viele Höhen und Tiefen, mit einem echten Tiefschlag am Ende. Sein Vertrag wurde nicht verlängert.

Das kam aus Großmanns Sicht durchaus überraschend: „Es hat sich eigentlich nicht angedeutet.“ Die Entscheidung sei aber nicht aus sportlicher Sicht getroffen worden. „Mir wurde gesagt, dass es sportlich überhaupt keinen Grund gibt, am Trainer zu zweifeln“, berichtete Großmann. Dieser sei eher im finanziellen Bereich zu finden.

 Das Geld war am Ende der springende Punkt

 „Für den Obmann steht am Ende einfach das Geld. Das, was er für den Trainer ausgibt, sieht er nicht in Relation zu seinen Erwartungen“, so Großmann.

Trotz der neuen Situation in Bisamberg wird die SG Bisamberg/Hollabrunn aber laut Johannes Tribelnig, dem Präsidenten des Volleyballteams Hollabrunn, auf jeden Fall bestehen bleiben. Er meinte außerdem: „Ein Trainerwechsel kann für eine Mannschaft auch ganz gut sein.“

Großmanns Zukunft ist unterdessen noch ungeklärt. Ihm liegen zwar Angebote von zwei Vereinen vor, im Moment steht aber seine persönliche Absicherung im Vordergrund. Trotz der Enttäuschung über sein Aus in Bisamberg hegt Großmann keinen Groll gegen den Verein. „Es war nicht so, dass sich die Wege getrennt haben, weil man sich nicht mehr riechen kann. Man wird sich, zumindest aus meiner Sicht, immer noch in die Augen schauen können.“