Absagenflut: Ausdauer ist gefragt. Nun ist es fix: Bis Ende Juni fallen zahlreiche Waldviertler Highlights ins Wasser. Bei manch anderen regiert derzeit noch die Hoffnung, ihre Bewerbe durchzubringen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 15. April 2020 (01:06)
Keine Bewerbe bis 30. Juni: Im Waldviertel gibt‘s eine Absagenflut.
KS

Laut aktuellem Stand ist fix: Bis Ende Juni dürfen keine Sport-Veranstaltungen abgehalten werden. Was darüber hinaus geschieht, will die Bundesregierung nach und nach entscheiden. Für das Waldviertel, das im Frühling und Frühsommer zahlreiche Ausdauersport-Bewerbe am Programm stehen hat, gibt‘s damit eine Absagenflut. So musste etwa die Premiere des „1. Thayatal Tritahlons“ in Waidhofen auf 3. Juni 2021 verschoben werden. Organisator Erich Scharf nimmt‘s angesichts der Alternativlosigkeit locker: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in diesem Jahr überhaupt noch irgendeine Sportveranstaltung geben wird.“ Damit liefert er auch ein Argument, an das auch die Organisatoren des traditionellen „Litschauer Eisenmanns“ bei ihrer Videokonferenz am 15. April denken werden. Denn hier wird beraten, ob die abgesagten Bewerbe vom 6. und 7. Juni in den Herbst verlegt werden. Spätestens am 20. April soll‘s eine definitive Entscheidung geben. Auch der Langauer Triathlon am 20. Juni fällt ins Wasser.

Düster schaut‘s auch für die 31. Auflage des Waldviertler Laufcups ab. Der geplatzte Auftaktbewerb in Horn wurde auf 1. August verlegt, Maissau ersatzlos abgesagt. Reingers und Ottenstein fallen am ursprünglich geplanten Termin vorerst aus, Zwettl hat seinen Lauf bereits abgesagt. „Ob eine Cup-Wertung dann noch Sinn macht, werden wir intern noch klären. Wir müssen ohnehin abwarten, was heuer noch stattfindet und was nicht“, blickt W4-Cup-Organisator Markus Gschwentner einer ungewissen Zukunft entgegen.

Hoffnung herrscht hingegen bei Andreas Sachs vom „Backwaterman“, der vom 3. bis 5. Juli am Ottensteiner Stausee stattfinden soll. „Nach den Verlautbarungen der Bundesregierung gehen wir davon aus, dass wir den ‚Backwaterman‘ weitgehend wie geplant durchführen können. Mehr Planunsicherheit wird Ende April erwartet, ob und welche Beschränkungen, Auflagen wir haben“, so Sachs auf der Backwaterman-Homepage.